Solingen: Verhandlungen in Burg ziehen sich bis 2010
zuletzt aktualisiert: 04.11.2009Solingen (RPO). Der Rittersaal von Schloss Burg ist voll von Historienbildern. Und nachdem Kunsthistoriker Andreas Sassen mit Tochter Claudia eine Untersuchung zum Thema erstellte, deren Manuskript er nun dem Vorsitzenden des Schlossbauvereins, Klaus-Dieter Schulz, übergab, dürfte diese Forschungslücke geschlossen sein. Aber rund ums Schloss tun sich noch andere Löcher auf, die nicht so schnell zu stopfen sind. Denn der neue Gesellschafter-Vertrag lässt auf sich warten. Aus der mit der Ausformulierung beauftragten Stadt Wuppertal hieß es gestern, bis Ende des Jahres werde man so weit sein. Aber durchstarten kann man dann nicht. Denn wie Schulz erfuhr, ist die vom Verein geforderte Reparaturpauschale vom Tisch. Und so kündigt er an, über die Finanzierung der Vereinsaufgaben, Unterhalt und Betrieb, weiter zu verhandeln.
Allein kann der Verein den Investitionsstau nicht schultern. "In der Satzung steht, dass wir nur im wirtschaftlichen Rahmen handeln dürfen", stellt Schulz klar, der keinen Zweifel daran lässt, dass dieser Rahmen ausgereizt ist. Ergo wären wieder die Besitzer-Städte Solingen, Wuppertal und Remscheid am Zug, die jedoch so pleite sind, wie die Wandgemälde schön. "Wir hatten ein gutes Gespräch mit OB Norbert Feith", fährt Schulz fort, dem die Lage der Kommunen aber bekannt ist und der so auch nicht erwartet, dass es ruckzuck Lösungen gibt. Beim Verein ist man erst mal froh, dass Solingen mit Kulturbüroleiter Hans Knopper ein kompetentes Mitglied in den Vorstand schickt. Der Chef der Beteiligungsgesellschaft, Ernst Schneider, ist für die neue Ratsperiode als Bevollmächtigter vorgesehen.
Und wird beim Mitgliedertreff am 5. Dezember Bekanntschaft mit dem neuen Geschäftsführer machen, den der Vorstand dann präsentieren will und den er suchte, nachdem die Städte auf sich warten ließen. Fünf Kandidaten stehen zur Wahl. Chancen werden auch dem Assistenten der Geschäftsführung, Dr. Axel Kolodziej, eingeräumt. Gegen Alt-Chef Dr. Stephan Geppert ermittelt weiter die Staatsanwaltschaft.
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