Solingen: Vom ÖPNV abgekoppelt
zuletzt aktualisiert: 19.02.2008Solingen (RPO). Vor fünf Monaten haben die Verkehrsbetriebe der Stadtwerke ihr Angebot im Abend- sowie im Frühverkehr an den Wochenenden eingeschränkt. Trotz Änderungen habe sich das System nicht bewährt, zählt Reiner Nießen vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) Mängel auf.
Vom ÖPNV abgeschnitten seien Wittkulle/Talblick, Katternberg und Brockenberg/Mittelhöhscheid. Zudem kritisiert Nießen Abschlussverbindungen: Die Südstadt sei von Ohligs, Merscheid und Gräfrath kaum zu erreichen und die Anschlüsse an die Bahnhöfe Mitte und Grünewald funktionierten im Stundentakt überhaupt nicht mehr. Für den Samstagmorgen fordert Nießen die Einführung eines 30-Minuten-Taktes.
Die Kürzungen im Frühverkehr der Linien N 21 und 22 hätten negative Folgen: der erste Bus fahre ab Stadtmitte um 4,52 Uhr, er komme um 5.22 Uhr am Hauptbahnhof und verpasse dort alle Anschlüsse: von der S 7 (5.23 Uhr) über den Müngstener (5.22 Uhr) bis zur RE 7 und RB 48 (5.02 und 5.15 Uhr). Die Optmimierung eines Angebotes in Zeiten schwächerer Nachfrage mag sicherlich sinnvoll sein, nicht aber so im Hauruck-Verfahren, so die Kritik.
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