Solingen: Von Bahnhof zu Bahnhof
VON PETER SEIFFERT - zuletzt aktualisiert: 25.09.2006Solingen (RPO). Einige der über 100 Aktionen von „Solingen-24-Stunden-live“ waren entlang der Korkenziehertrasse angesiedelt. Gut zwei Stunden und 10 000 Meter Weg zeigten, dass Strecke und Fest gut angenommen wurden.
10 000 Meter Fußweg in zwei Stunden und jede Menge gut gelaunte Menschen – so lautet die Bilanz einer Wanderung über die Korkenziehertrasse zu „Solingen-24-Stunden-live“. Entlang der Strecke, vor allem am Nordbahnhof, waren einige der weit über 100 Aktionen angesiedelt, mit denen zum zweiten Mal nach 2004 wieder Tausende Besucher angelockt werden sollten. Schon im Südpark wurde den Besuchern einiges geboten. Vorbei an den Güterhallen und quer durch die Angebote des Präventionstages erreichte man das Spielmobil der Jugendförderung, neben dem Kevin (sechs) offenbar viel Spaß am Kistenrutschen hatte und es „ganz schön schnell“ fand. Unter einem Pavillon fand sich eine lange, aufblasbare Schlange, auf der die Kinder sitzen und hüpfen konnten.
Korkenziehertrasse
Die Korkenziehertrasse wird nach ihrer Fertigstellung 11,5 Kilometer lang sein. Die Kosten belaufen sich auf 3,5 Millionen Euro, von denen das Land 70 Prozent trägt. Der dritte Abschnitt wurde im Rahmen von „24 Stunden live“ von OB Franz Haug eröffnet.
Zwei Kilometer weiter, kurz vorm Nordbahnhof, feierte die Kindertagesstätte Rasselbande ihr Herbstfest, was kein Wunder war, weil die Einrichtung direkt in der Nachbarschaft an der Haumannstraße beheimatet ist. Gummistiefel, Dosenwerfen und Sackhüpfen standen auf dem Programm, zudem wurden Holzpflöcke bunt angemalt. „Sie sollen später zur Verschönerung des Geländes aufgestellt werden“, erläuterte Leiterin Petra Hammer. Auf dem Weg zum Angebot der Kita waren die Besucher schon bei „Face to Face“ – dem Zusammenschluss der Offenen Jugendarbeiten Hasseldelle, CVJM und Haus der Jugend – sowie beim Verein „Kids Aktiv“ vorbei gekommen, wo die siebenjährige Anna ihr Geschick beim heißen Draht bewies.
Kickern und Formel-1-Simulator
Am Schlagbaumtunnel spielten Kinder im „Lebend-Kicker“, der Motorsportclub „Scuderia Solagon“ präsentierte seine Autos und einen Formel 1-Simulator. Im Botanischen Garten, ungefähr auf der Hälfte der Strecke, bot Dagmar Schmidt vom Förderverein nicht nur Tee, sondern auch eine abgedunkelte Ecke nebst Liege zum Ausruhen an. Einige Meter weiter, in der Sporthalle Vogelsang, spielten Jugendliche die ganze Nacht durch Basketball, Handball und Volleyball beim „Drei-Bälle-Turnier“. Dann der dritte, neu eröffnete Abschnitt der Trasse bis zum Gräfrather Bahnhof – mit Unterbrechungen an der Carl-Russ- und der Wuppertaler Straße, aber mit der Gewissheit, viele Fußgänger, Familien und Fahrradfahrer getroffen zu haben. Zum Beispiel Horst Morgenstern: „Die Vielfalt ist einfach klasse“, freute sich der Rentner.
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