Solingen: Wehr-Mitglieder gesucht
VON BASTIAN GLUMM - zuletzt aktualisiert: 12.01.2008Solingen (RPO). Es gibt immer weniger Mitglieder in den Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr. Besonders dramatisch ist die Entwicklung in Burg. Dort werden dringend neue Leute gesucht.
Die Mitgliederentwicklung der Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr in Solingen gestaltet sich zunehmend schwieriger. Immer weniger Firmen stellen ihre Mitarbeiter für den freiwilligen Dienst bei den Brandwehren frei. Die Arbeit im Ehrenamt wird vor allem für Jugendliche zunehmend uninteressanter. „Ganz dramatisch ist die Entwicklung in Burg. Wir suchen dort unbedingt neue Leute“, betont Michael Webers vom Stadtfeuerwehrverband Solingen.
Für die Löschzüge der Berufsfeuerwehr ist der Weg nach Burg im Einsatzfall der weiteste im ganzen Stadtgebiet. Deshalb bilden die Mitglieder der Burger Löschgruppe 8 stets den ersten Abmarsch. Dass sich mitunter nur zwei freiwillige Helfer im Brandfall als einsatzbereit melden, sei inzwischen keine Ausnahme mehr. „Dabei müssten die Löschgruppenmitglieder in diesem Fall noch nicht einmal zwingend aus Burg kommen. Die Grenze liegt etwa im Bereich der Krahenhöhe“, macht Webers deutlich. Eine großangelegte Werbeaktion der Löschgruppe 8 führte zuletzt lediglich zu einem einzigen Neuzugang.
Die Berufsfeuerwehr Solingen hat ein großes Interesse an personell gut ausgestatteten Löschgruppen. Denn teilweise sei die achtminütige Reaktionszeit nur durch die Mitarbeit der ehrenamtlichen Feuerwehrleute zu gewährleisten. Solingens Löschgruppen setzen sich traditionell aus ehemaligen Mitgliedern der Jugendfeuerwehr zusammen. Aber auch externe Interessenten seien bei der Freiwilligen Feuerwehr stets willkommen. Das Alter spiele dabei keine Rolle. „Natürlich dürfen auch Frauen und Männer jenseits der 30 bei uns mitmachen, nur wird mit zunehmenden Alter die Lehrgangsgestaltung schwieriger“, verdeutlicht Webers. Denn zahlreiche Lehrgänge, wie der zum Truppmann, würden die Wochenenden auf längere Sicht belegen.
Gemeinschaft und Ausbildung
Aufgrund der Verkleinerung der Bundeswehr mit immer weniger Wehrdienstleistenden, würden sich gleichzeitig immer weniger junge Männer für den sechsjährigen Ersatzdienst bei den Freiwilligen Feuerwehren entscheiden. Dennoch: „Von der Tätigkeit her unterscheidet sich der Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr nicht mit dem der Berufsfeuerwehr. Im Einsatzfall machen die Freiwilligen den gleichen Job“, erklärt Michael Webers. Neben einem ausgeprägten Gemeinschaftssinn, erwartet neue Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr in Solingen eine fundierte technische Ausbildung.
Interessenten können sich bei Karl-Heinz Rehborn über eine Mitarbeit bei der Freiwilligen Feuerwehr informieren, unter der Telefon: 2202-154.
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