Solingen: Weitere Fälle der Blauzungenkrankheit
zuletzt aktualisiert: 07.10.2006Solingen (RPO). Weitere Fälle der Blauzungenkrankheit sind jetzt in Solingen aufgetreten, meldet das städtische Veterinäramt. In einem Schafbestand, der im Süden der Stadt auf Feuchtwiesen an der Wupper gehalten wird, sind bereits sieben Tiere verendet. Weitere sind erkrankt. Auch drei Kühe im Solinger Stadtgebiet sind betroffen. Ende September wurde die Krankheit zum ersten Mal in Solingen nachgewiesen. Betroffen war ein Zucht-Schafbock.
Die Vorsichtsmaßnahmen, die das Veterinäramt verhängt hatte, um ein Ausbreiten der Tierseuche zu verhindern, bestehen weiter. Da der Erreger der Blauzungenkrankheit nicht von Tier zu Tier, sondern durch Stechmücken übertragen wird, dürfen nur Tiere, die samt den Stallungen mit einem wirksamen Insektizid behandelt wurden, die Nächte im Freien verbringen. Die anderen Tiere müssen von 18 bis 7 Uhr im Stall untergebracht werden. Zudem muss der Transport von Schlacht-, Zucht- und Nutzwiederkäuern mit dem Veterinäramt abgestimmt werden.
Dennoch gibt es keinen Grund zur Panik: Der Erreger der Blauzungenkrankheit ist für Menschen ungefährlich, teilt das Veterinäramt mit. Auch Fleisch und Milchprodukte könnten ohne Bedenken verzehrt werden. Die Krankheit tritt in erster Linie bei Schafen, in abgeschwächter Form auch bei Kühen auf. Diese sterben zwar nur selten an der Virusinfektion, leiden aber unter Schmerzen. Nach einem Ausbruch der Seuche in den Niederlanden wurden am 20. August die ersten Fälle der in Aachen diagnostiziert. Seither wurden mehrere Dutzend Fälle im Rheinland registriert.
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