Solingen: Wirtschaftsministerin eröffnete Startercenter
VON UWE VETTER - zuletzt aktualisiert: 04.11.2008Solingen (RPO). NRW-Wirtschaftsministerin Christa Thoben eröffnete gestern das Startercenter NRW Wuppertal-Solingen-Remscheid. Das hat mit dem Gründer- und Technologiezentrum (GuT) am Grünewald und der Hauptgeschäftsstelle Wuppertal der bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK) gleich zwei Standorte. „Mit den Startercentern stellen wir die Gründungsberatung auf neue Beine, die Beratung wird spürbar verbessert“, erklärte Thoben. Sie sieht in den Startercentern, von denen es mittlerweile über 70 in NRW gibt, „einen echten Qualitätssprung“ zum Vorteil der Gründer.
Weniger Papierkrieg
Denn eine wesentliche Neuerung sei die Reduzierung des bürokratischen Aufwands. Derzeit müssten angehende Unternehmer über 400 Fragen in mehr als 20 verschiedenen Fragebögen beantworten. Dabei müssen oft genug immer wieder die gleichen beziehungsweise leicht variierten Daten unter anderem für die Finanzverwaltung, die Sozialversicherung, die Berufsgenossenschaft oder die Arbeitsagentur angegeben werden. „Mit einem neuen elektronischen Formularservice können Gründer nun in den Startercentern unter fachkundiger Anleitung einen erheblichen Teil des Papierkriegs deutlich vereinfacht erledigen“, sagte die Wirtschaftsministerin und verwies darauf, dass die Qualität beziehungsweise die Beratungsarbeit der Startercenter alle zwei Jahre von Externen überprüft wird.
Seriöse Beratung
Oberbürgermeister Franz Haug erklärte, dass im Solinger Gründer- und Technologiezentrum jährlich rund 500 Gründungsberatungen vorgenommen werden. „Hier wird seriös beraten, aber auch seriös abgeraten“, sagte der Verwaltungschef mit Blick auf jene Gründer, deren Ideen oder finanzielle Grundlagen nicht stimmig seien. „Wir lassen jedenfalls keinen Menschen ins finanzielle Unglück laufen“, betonte Haug zur Beratung im GuT. Er sprach sich zudem dafür aus: „NRW braucht eine Gründungsoffensive, wenn wir wieder an die Spitze kommen wollen.“
Zumal viele neu gegründete beziehungsweise junge Unternehmen Arbeitsplätze schaffen würden, das wissen Thoben wie Haug. Der Oberbürgermeister führte hier beispielhaft Mirko Novakovic an. Der Software-Entwickler begann im Januar 2004 sein Unternehmen im GuT am Grünewald mit drei Beschäftigten; zu Beginn des neuen Jahres zieht er ins restaurierte ehemalige Ohligser Amtsgerichtsgebäude – mit 30 Mitarbeitern. Novakovic: „Wir haben dort 1200 Quadratmeter Fläche angemietet.“
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



