Solingen: Zusammenwohnen im Alter
VON MAXINE HERDER - zuletzt aktualisiert: 29.01.2010Solingen (RPO). Ende des Jahres eröffnet der Spar- und Bauverein seine Senioren-Wohnanlage am Weegerhof. Die künftigen Bewohner können alleine, zu zweit – oder gleich in einer großen Wohngemeinschaft leben.
Die Grafiken auf den Prospekten des Spar- und Bauvereins (SBV) und die großen Banner am Gerüst an der Baustelle an der Neuenhofer Straße zeigen, wie es einmal werden soll: Hübsche Eineinhalb- bis Drei-Zimmer-Wohnungen, bunt bepflanzte Balkonkästen, Rasen im Innenhof und mittendrin ein großer Baum. Schon Ende dieses Jahres soll all das in der Senioren-Wohnanlage "Seniorenwohnen Weegerhof" an der Neuenhofer Straße Realität werden. "Bisher haben sich rund 500 Interessenten gemeldet", erzählt SBV-Vorstandsvorsitzender Ulrich Bimberg. Ab März sollen die ersten Verträge für die 45 senioren- und zum Teil rollstuhlgerechten Wohnungen unterschiedlicher Größe sowie für die drei Seniorenwohngemeinschaften mit insgesamt 28 kleinen Wohnapartments unterzeichnet werden.
Mietpreise
Die Miete für ein Eineinhalb-Zimmer-Appartement (47 qm) wird inklusive Nebenkosten voraussichtlich 611 Euro betragen, für zwei Zimmer (58 qm) 750 Euro. Drei Zimmer (83 qm) kosten rund 1100 Euro. In der Miete ist eine Betreuungskostenpauschale von 20 Euro enthalten, dafür steht den Bewohnern eine Seniorenberaterin zur Verfügung. Infos telefonisch beim SBV unter 2066410.
Große Nachfrage
"Die Nachfrage ist sehr groß", bestätigt Gerhard Rohde, technischer Geschäftsführer des SBV, "insbesondere viele ältere Bewohner aus unserer benachbarten Traditionssiedlung Weegerhof interessen sich dafür." Entsprechend der demographischen Entwicklung würden auch die Menschen in der Genossenschaft immer älter. "Weil wir wenige barrierefreie und altengerechte Wohnungen haben, wollen wir mit dem Projekt auf diese Entwicklungen reagieren."
Besonders seien nicht nur der hohe energetische Standard des Baues, der "fast auf der Ebene eines Passivhauses" liege, und die Architektur, sondern vor allem der attraktive Standort. "Mit der Infrastruktur von Geschäften, Apotheken, Friseuren und Physiotherapeuten ist das eine sehr gute Lage", sagt Rohde. Voraussichtlich noch in diesem Jahr soll mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen werden, der noch einmal knapp 40 Wohneinheiten umfasst. "Wir möchten jedoch zunächst überprüfen, wo die größte Nachfrage ist, und darauf reagieren."
Neue Wohngemeinschaften
Ab März will der SBV darüber hinaus das Konzept der Seniorenwohngemeinschaft, das in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Bethanien realisiert wird, der Öffentlichkeit vorstellen. Die Wohngemeinschaft mit Betreuung und Pflege, einer Sozialstation und einem großzügigen Wohn- und Essbereich könne eine Alternative zum Heim sein. "Oftmals sind es sehr akute Entscheidungen, wenn ein Mensch nicht mehr alleine leben kann. Deshalb werden wir die Vermietung der Apartments in den Wohngemeinschaften eher zeitnah gestalten", erklärt Bimberg. Schließlich, betont der Vorstandsvorsitzende, müssten sich auch die Gemeinschaften erst einmal finden. "Wir werden das sehr offen mit der Diakonie entwickeln."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



