Wasserball: 17 Hinausstellungen kosteten den Sieg
VON CHRISTIAN BENDIG - zuletzt aktualisiert: 23.05.2011– Wasserfreunde Wuppertal 10:12 (2:3, 4:4, 2:4, 2:1). Die Hoffnungen auf den dritten Sieg in Folge hatten schon nach 16 Sekunden mit dem Führungstreffer der Wasserfreunde Wuppertal ein bösen Dämpfer erhalten. Nach gut drei Minuten lag der SC Solingen gar mit 0:2 im Hintertreffen. Doch eine gute Moral verhinderte eine böse Pleite, so wie sie der Wasserball-Zweitligist noch im Hinspiel der laufenden Saison kassiert hatte.
Daniel Junker und Boris Hennig sorgten mit ihren Toren noch im ersten Viertel für den Ausgleich. "Spätestens mit dem 2:2 befanden wir uns auf Augenhöhe", erklärte Teamsprecher Mark Hennig, der mit seinen drei Toren dem zweiten Viertel seinen Stempel aufdrückte und dafür sorgte, dass der SCS immer wieder den Anschluss an die Wasserfreunde behielt.
Kampf mit harten Bandagen
Acht Hinausstellungen alleine im zweiten Viertel verdeutlichen die robuste Gangart beider Teams. Und den Willen, dieses Bergische Derby nicht zu verlieren. Dass die Solinger über das gesamte Spiel sogar 17 Zeitstrafen verkraften mussten, sollte sich als ein entscheidender Faktor für die Niederlage erweisen. "Wir haben in Unterzahl sieben Gegentreffer bekommen. Außerdem kosten diese Situationen auch immer besonders viel Kraft", meinte Mark Hennig, dessen Mannschaft nur mit zwei Auswechselspielern agieren konnte.
Das Team vom Trainergespann Ute Kopp-Kuntz und Nicole Nieder hingegen hatte volle Kaderstärke. Ein Vorteil, den die Wuppertaler speziell im dritten Viertel ausspielten, indem sie ihre Halbzeitführung auf drei Tore ausbauten. Einen Vorsprung, den der Tabellenvorletzte gegen die starken Gäste nicht mehr aufholen konnte – obwohl auf Solinger Seite Daniel Junker mit vier Treffern einen guten Tag erwischt hatte.
"Es war wichtig, dass wir gezeigt haben, dass wir dagegen halten können", meinte Trainer Martin Fuhrmann-Mülfarth, der mit der kämpferischen Darbietung zufrieden war. "Das Ergebnis ist dann nicht ganz so entscheidend." Neben der Einstellung lobte Fuhrmann-Mülfarth das sonst so oft gescholtene Überzahlspiel. Vier von sechs Überzahlsituationen wurden erfolgreich genutzt. Ihren dritten Saisonsieg wollen die Solinger nun Anfang Juni gegen den ASC Duisburg holen – dann vor heimischen Publikum in der frisch sanierten Klingenhalle.
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