Volleyball: 65-minütiger Spaziergang
VON GUIDO RADTKE - zuletzt aktualisiert: 20.02.2012Volleyball (RP). Schwächen zeigten die TSG Volleys nur im zweiten Satz. Ansonsten dominierte der Zweitliga-Dritte seine Heimpartie gegen die Youngster des VI Frankfurt bei seinem 3:0-Pflichtsieg.
Nur ein Ergebnis hat den TSG Volleys an diesem Spieltag gefehlt für ein perfektes Karnevalswochenende. Die ABC Titans Bergisch Land hatten sich am Samstagabend gegen die DJK Delbrück zu einem 3:2-Sieg gezittert und dabei drei Matchbälle abwehren müssen.
Helmut Weissenbach, eigentlich schon im närrischen Treiben untergetaucht, wollte sich nach dem Blick auf den Live-Ticker die mögliche Sensation nicht entgehen lassen und machte kurzerhand noch einen Abstecher nach Wuppertal. "Das war es mir wert", sagte der TSG-Coach.
Auch wenn der bergische Rivale seinen Zwei-Punkte-Vorsprung auf die Solinger verteidigte, stimmt der Blick auf die Tabelle der 2. Volleyball-Bundesliga zufrieden. Grund dafür ist der Ausrutscher des TSV Giesen/Hildesheim beim Rumelner TV, mit dem der Abstand auf Platz vier auf vier Zähler angewachsen ist. Ein wichtiges Polster für die kommenden Wochen, in denen die dicken Brocken auf die in diesen Tagen von Verletzungen und Krankheiten heimgesuchte Weissenbach-Truppe warten.
Im Gegensatz zur Konkurrenz erledigten die Solinger ihre eigene Aufgabe gegen die Youngster des Volleyball-Internats Frankfurt im Spaziergang. In nur 65 Minuten war der 3:0-Sieg vor 280 Zuschauern unter Dach und Fach. "Nachdem wir im ersten Satz so souverän aufgetreten sind, war mir deutlich wohler", erklärte Helmut Weissenbach.
Mit den ersten Bällen hatte sein Team sogleich eine deutliche Führung erzielt (6:1) und diese eingeleitet von guten Angaben über 11:4 und 16:7 bis zum Satzgewinn von 25:12 immer weiter ausgebaut. Der Sieg gegen das Schlusslicht schien nur eine Formsache.
Das dachte sich auch die Mannschaft um Libero Daniel Wernitz, die nach dem ersten Seitenwechsel merklich zurückschaltete. Stefan Windscheif, sonst Mister Zuverlässig im Spiel der Volleys, leistete sich zwei ungewohnte individuelle Fehler. In Addition mit zwei einfachen Patzern seiner Nebenleute geriet der Tabellendritte zu Beginn des zweiten Abschnitts in ein Tal, das die Mannschaft nur schwer wieder verlassen konnte.
Der 6:9-Rückstand war beim 11:11 zwar wieder ausgeglichen, nur absetzen konnten sich die Volleys nicht. Das gelang erst, als der eingewechselte Tobias Fuchs mit seinen Abwehraktionen Sicherheit gab. Auf der Zielgeraden hatten die Frankfurter das Nachsehen (21:25).
Nicht nur weil es mit Tobias Fuchs gut lief, ließ Helmut Weissenbach den Defensivspezialisten im dritten Abschnitt lange auf dem Feld. "Im Hinblick auf die nächsten Begegnungen war es wichtig, ihm Spielpraxis zu geben."
Auf die Einwechslung von Thorsten Fuchs, der für den Notfall aus dem Landesliga-Team bereitstand, verzichtete Helmut Weissenbach, auch wenn die Dominanz im dritten Satz (25:19) das Experiment zugelassen hätte.
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