Judo: Darius Tischner hofft auf EM-Teilnahme
zuletzt aktualisiert: 22.02.2012Judo (RP). Sein Talent wurde früh erkannt. "Eigentlich war ich zum Judo gekommen, weil meine Eltern es wichtig fanden, dass ich mich im Notfall verteidigen kann", blickt Darius Tischner auf seine Anfänge als Sechsjähriger zurück.
Seine damaligen Trainer beim Wald-Merscheider TV lotsten ihn für weitere Fördermaßnahmen in die Kreisauswahl, wo ihm wiederum empfohlen wurde, im Landesleistungszentrum vorstellig zu werden. In Duisburg traf er dann auf seinen jetzigen Förderer.
Dreimal wöchentlich trainiert Sebastian Heupp mit dem 15-jährigen Solinger. "Das ist aber nicht alles", betont Darius Tischner. Sein Coach lasse sich zum Beispiel auch die Zeugnisse zeigen und weise stets darauf hin, dass die Schule oberste Priorität habe. Aus der Stimme klingt großer Respekt. Den Hinweg nach Duisburg bestreitet Darius Tischner mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Abgeholt wird er von seinem Vater, damit der Zehntklässler am kommenden Morgen auch wieder fit im Gymnasium Schwertstraße sitzen kann.
In jüngster Vergangenheit lief sportlich nicht alles glatt. Bedingt durch einen Meniskusriss Anfang Dezember mit anschließender Operation war Darius Tischner zwei Monate lang außer Gefecht gesetzt. Ausgerechnet in der Vorbereitung auf die heiße Phase der Judo-Saison. Trotzdem wurde Darius Tischner – aufgrund vorheriger Erfolge auf internationaler Ebene – vom Landestrainer zur Westdeutschen U17-Meisterschaft gesetzt und startete erstmalig in der höheren Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm. Dass er so kurze Zeit nach einer schweren Verletzung um den Titel kämpfte, unterstreicht den enormen Kampfgeist und seine Disziplin.
Der nächste Höhepunkt
Auf den Westdeutschen Vize-Meister wartet am Wochenende bereits der nächste Höhepunkt: die nationalen Titelkämpfe im baden-württembergischen Neuhof. "Wenn es gut läuft, habe ich eine Chance, bei den Europameisterschaften im Juni dabei zu sein." Bis dahin wird noch viel Schweiß fließen. Sowohl beim PSV Duisburg mit Trainer Sebastian Heupp als auch im Kraftraum, den Darius Tischner regelmäßig aufsucht, um die in seiner Sportart notwendige feine Muskulatur anzutrainieren. Judo heißt schließlich übersetzt "der sanfte Weg".
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