Tennis: Die letzte Chance
VON THOMAS RADEMACHER - zuletzt aktualisiert: 26.07.2008Es wird ernst für den STC 02. Wenn die Truppe von Trainer Robert Orlik morgen nicht gegen den HTC Blau-Weiß Krefeld gewinnt, sind die Tage in der Tennis-Bundesliga wohl gezählt. Die Vorzeichen stehen nicht unbedingt gut.
„Irgendwann muss das Quäntchen Glück auch mal auf unserer Seite sein“, meint Robert Orlik. Der Trainer hadert ein wenig mit dem Saisonverlauf, den der STC bislang hinter sich gebracht hat: knappe 2:4-Niederlagen gegen gute Kontrahenten bei gleichzeitig ausgelassenen Großchancen, mehr daraus zu machen. „Wir hatten schon viel Pech. Der Champions-Tiebreak lief eigentlich immer gegen uns“, meint der Coach, schränkt aber gleichzeitig ein: „Wir dürfen natürlich nicht unseren gesamten Misserfolg darauf schieben.“
Ein wenig Glück oder zumindest kein Pech könnte den Klingenstädtern morgen im Abstiegsduell gegen Krefeld reichen. Blau-Weiß steht auf dem vorletzten Rang, hat jedoch bereits einen Sieg gegen ETUF Essen geschafft. Ein Sieg ist also Pflicht für den STC. „Und wir glauben daran, sonst würden wir nicht antreten“, sagt der Coach. „Krefeld ist der größte Strohhalm, an den wir uns jetzt im Kampf um den Klassenerhalt klammern.“
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Die Chancen dürften eigentlich recht gut stehen. Auch die Krefelder haben wie Solingen gegen Reutlingen verloren, trotzdem werden die STC-Spieler nicht vor leichten Aufgaben stehen – Krefeld kündigt nämlich an, in Bestbesetzung anzutreten.
Die Vorzeichen seitens des STC sind nicht ganz so vielversprechend. Wenn überhaupt ein ausländischer Spieler am Sonntag antritt, dann Boris Pashanski. „Tendenziell wird er aber auch nicht kommen, weil er sich noch in einem Turnier befindet“, erklärt Orlik. Voraussichtlich tritt der STC also mit seinen üblichen Verdächtigen an. Alexander Flock, Gero Kretschmer, Clinton Thomson, Bastian Knittel und Marius Zay dürften für Einzel- beziehungsweise Doppeleinsätze in Frage kommen.
„Wir werden trotzdem kämpfen und zeigen, dass wir gut genug für die Bundesliga sind“, sagt Robert Orlik, der bei gutem Wetter auf die Unterstützung des Publikums hofft. Sollte jedoch aller Ehrgeiz, Publikumsjubel und Einsatz nicht reichen, um die Krefelder mit einer Niederlage nach Hause zu schicken, dürfte die Moral für den Rest der Saison wohl fast gebrochen sein. Denn dann würden die Solinger zwei Siege vom rettenden neunten Tabellenplatz trennen. Und das Restprogramm hat es in sich, muss der STC doch in den letzten drei Saisonspielen zu Hause gegen ETUF Essen (7.) und auswärts beim TC Blau-Weiss Halle (3.) und beim bislang noch ohne Punktverlust dastehenden Tabellenführer Kurhaus Lambertz Aachen antreten.
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