Die üblichen Blessuren
VON THOMAS RADEMACHER - zuletzt aktualisiert: 27.07.2010Zwei Wochen hat sich der Bergische HC inzwischen intensiv auf die kommende Zweitliga-Saison vorbereitet. Morgen findet die erste Partie unter Wettkampfbedingungen statt. Die Handballer treffen auf den TuS Wermelskirchen.
Kraft und Kondition standen beim Bergischen HC in den ersten beiden Trainings-Wochen unter HaDe Schmitz im Vordergrund. "Die letzte Woche war sehr hart", erläutert der Trainer. "Wir haben insgesamt 15 Einheiten absolviert." Auf den ersten Test gegen Regionalligist TuS Wermelskirchen am Mittwoch freut sich Schmitz. "Da werden wir versuchen, einige Spielbewegungen anzuwenden, die wir verstärkt trainiert haben." Besonders viel Spritzigkeit erwartet der Coach jedoch nicht. Dazu war die Vorbereitung zu intensiv. "Klar, die Mannschaft ist ausgelaugt. Das muss aber auch so sein", meint HaDe Schmitz. Täglich um sieben Uhr haben sich die Handballer getroffen, um eine schwierige Laufstrecke mit diversen Steigungen in Gräfrath zu bewältigen. Das Ergebnis stimmt den Trainer zufrieden: "Alle haben sich im Laufe der Woche gesteigert."
Einzig Alexander Oelze hat sich einen leichten Muskelfaserriss im Oberschenkel zugezogen und muss noch bis Mittwoch pausieren. Ein Zustand, den HaDe Schmitz bereits kennt: "Ich habe noch nie eine Vorbereitung erlebt, in der alle Spieler ganz gesund durchgekommen sind." So haben auch Kenneth Klev, Kristoffer Moen und Henning Quade kleinere Blessuren. Der Kraftakt soll sich in dieser Saison lohnen. Schmitz macht keinen Hehl aus seiner persönlichen Zielsetzung: "Natürlich will ich mit der Mannschaft in die Erste Liga aufsteigen. Wenn man viel erreichen will, muss man sich auch hohe Ziele setzen."
Deckungsvarianten
Erste Spielzüge und Deckungsvarianten haben die Löwen in ihren Halleneinheiten schon vorbereitet. Als Testspiel-Premiere kommt den Handballern die Partie gegen den TuS Wermelskirchen also gerade recht. "Ich nehme das Spiel schon sehr ernst – wie alles, was ich in der Vorbereitung mache. Und ich erwarte natürlich auch einen Sieg", sagt der Coach. Der dürfte voraussichtlich nicht in Gefahr sein. Die Wermelskirchener sind erst gestern ins Training eingestiegen. Trainer Lars Hepp kehrt sogar erst am Mittwoch aus seinem Schweden-Urlaub zurück. "Trotzdem freuen wir uns natürlich gegen einen qualitativ so hochwertigen Gegner testen zu können", meint Hepp. "Wobei die Terminfindung für uns nicht glücklich gelaufen ist." Daher setzt Hepp auf das zweite Spiel. Am 13. August tritt der BHC bei der Wermelskirchener Saisoneröffnung erneut gegen das Hepp-Team an. "Ich hoffe dann, Verbesserungen bei uns erkennen zu können."
Ein lockeres Spiel erwartet HaDe Schmitz nicht. "Das Erfreuliche ist, dass in unserem Kader wirklich alle kämpfen, weil die wenigsten Positionen fest besetzt sind." Daher rechnet der Coach auch gegen Wermelskirchen damit, dass sich seine Handballer für zukünftige Aufgaben empfehlen wollen. Bei allem Kampf um Einsatzzeiten soll der Teamgeist aber nicht leiden. Schmitz achtet bei vielen gemeinsamen Aktivitäten genau darauf, dass das Zusammengehörigkeitsgefühl stimmt.
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