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Basketball: Eine Klasse besser

VON THOMAS RADEMACHER - zuletzt aktualisiert: 08.03.2010

Überlegenheit, Schönspielerei und Langeweile – so lässt sich die Vorstellung der BG Solingen beim 98:64-Sieg im Prestige-Duell der 2. Basketball-Regionalliga gegen den TuS Hilden zusammenfassen.

Bastian Brangs (l.) hatte gegen den TuS Hilden einen seiner besseren Tage erwischt. Der Center markierte 19 Zähler und hatte nur selten Mühe, sich wie hier gegen Jörg Holtz gegen die schwache Hildener Defensive durchzusetzen.  Foto: RPO
Bastian Brangs (l.) hatte gegen den TuS Hilden einen seiner besseren Tage erwischt. Der Center markierte 19 Zähler und hatte nur selten Mühe, sich wie hier gegen Jörg Holtz gegen die schwache Hildener Defensive durchzusetzen. Foto: RPO

Unbedingt hatte die BG Solingen gegen den TuS Hilden gewinnen wollen. Schließlich waren die Solinger Basketballer zuletzt in der 2. Regionalliga nach unten durchgereicht worden – und plötzlich hatte die Truppe nur noch zwei Siege Vorsprung auf einen Abstiegsrang. Doch das Team von Trainer Manfred Heck hätte sich gar keine Sorgen machen müssen. Die Hildener traten am Kannenhof derart desolat auf, dass sie zu keinem Zeitpunkt als Stolperstein durchgingen.

Bereits nach wenigen Minuten führten die Gastgeber deutlich. Unter der Regie von Benjamin Dimsic erspielten sich die Klingenstädter viele, beinahe kampflos seitens der Hildener hingenommene Punkte. Oliver Habura war in der Anfangsphase am erfolgreichsten, doch auch für Dominik Senger und Bastian Brangs verlief der Abend erfreulich. Auf der anderen Seite präsentierte sich die BG ebenfalls überlegen. Defensiv geriet das Heck-Team kaum in Bedrängnis. Einzig die Rebounds unter dem eigenen Korb sicherten sich die Hausherren nicht konsequent. Die Itterstädter warteten mit einigen sprungstarken Spielern auf, die aus dem Nichts hochstiegen, um sich spektakulär den Ball zu sichern.

Geholfen hat es dem Tabellenvorletzten nicht. Abgesehen von den wenigen erfolgreichen Sprung-Einlagen war von der Mannschaft überhaupt nichts zu sehen. Angesichts der Langeweile, die dadurch für das Publikum entstanden war, wünschten sich vermutlich sogar die Freunde der BG Solingen in dem sonst eigentlich immer intensiv geführten Prestigeduell etwas erfolgreichere Gegenwehr. Sogar als bei den Solingern in der 15. Minute erstmals Sand ins Getriebe kam, war an eine Aufholjagd nicht zu denken. Zu harmlos blieben die Hildener unter dem Brett.

Mit einer 50:22-Pausenführung ließen es die Gastgeber in der zweiten Hälfte etwas entspannter angehen – zum Ärger von Manfred Heck: "Ich kann meiner Mannschaft heute nur den Vorwurf machen, das Spiel irgendwann nicht mehr ernst genug genommen zu haben." Ein deutlicherer Sieg wäre möglich gewesen. Doch so nahm sich jeder hin und wieder einen Wurf, wenn der Pass besser gewesen wäre. Oder die Solinger überboten sich gegenseitig in Schönspielerei. Was freilich nicht immer zum Erfolg führte und den verbalen Zorn des Trainers nach sich zog. Der fällige 100. Punkt blieb der BG sogar verwehrt. Oliver Habura hatte einen spektakulären Pass auf Dominik Senger versucht, statt selbst zu vollenden.

Gesperrter Top-Scorer

"Bei der TuS Hilden scheint irgendetwas nicht zu stimmen", war sich Manfred Heck sicher. "Wenn wir eine solche Mannschaft nicht schlagen würden, wüsste ich nicht mehr weiter." Zum Glück habe sein Team gewonnen, "auch wenn ich es gerne klarer geschafft hätte". Mit dem gesperrten Makaty Mbaye hatte bei den Hildenern der Top-Scorer an allen Ecken und Enden gefehlt. Da auch noch Aras Kol (Beruf) und René Al-Zaher (Hexenschuss) kurzfristig ausgefallen waren, war der TuS-Kader auf acht Akteure geschrumpft.

Quelle: RP

 
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