Baseball: Fleischacker hat gut Lachen
VON THOMAS RADEMACHER - zuletzt aktualisiert: 01.06.2011Beim European Cup Qualifier mussten die Solinger Baseballer einen herben Dämpfer einstecken. Die Therwil Flyers revanchierten sich für die beiden knappen Niederlagen im vergangenen Jahr mit einem 4:3-Sieg gegen die Alligators.
Vor den Therwil Flyers waren die Alligators gewarnt gewesen. Bereits 2010 hatten die Schweizer beim European Cup Qualifier überzeugt. Nur die Solinger Baseballer waren knapp stärker gewesen, um das Turnier mit 3:1- und 1:0-Erfolgen über die Flyers zu gewinnen. Damals hatte Andy Fleischacker für die Alligators an der Seitenlinie gestanden. Gestern war der Baseballtrainer auf der anderen Seite. Die Flyers hatten den ehemaligen Solinger Coach vor dem Europacup angesprochen und als Assistenztrainer gewinnen können. Der Schachzug machte sich bezahlt. Die Schweizer profitierten von Fleischackers Ansagen, um das Ex-Team des US-Amerikaners mit 4:3 zu schlagen.
Lange hatte nicht festgestanden, ob die mit Spannung erwartete Partie überhaupt stattfinden würde. Den ganzen Tag hatte es geregnet. Doch in den Abendstunden kam die Entwarnung. Als der Niederschlag nachließ, gelang es den Gastgebern, das Feld am Weyersberg in 45 Minuten herzurichten. Das Duell begann pünktlich und offen. Die Werfer, André Hughes auf Alligators- und Lukas Croton auf Flyers-Seite, schenkten sich nichts. Erst im vierten Abschnitt begannen die Mannschaften, auch am Schlag aufzudrehen. Phil Ortez und Dustin Hughes machten den Anfang und erzielten so die 1:0-Führung. Ortez musste kurz darauf jedoch passen. Der erkrankte US-Amerikaner beendete die Partie vorzeitig.
Im Gegenzug schlugen die Flyers zurück. Nach einem missglückten Wurf von Alligators-Catcher Julian Steinberg zur zweiten Base, stahl Therwils Spielertrainer J.B. Tucker die Home-Plate zum Ausgleich. André Hughes verlor bei seinen Würfen ein wenig die Kontrolle und konnte den 1:3-Rückstand nicht verhindern. Zwei Abschnitte später kassierte der eingewechselte Jens Cornelsen einen weiteren Zähler.
Die Alligators sahen zu diesem Zeitpunkt aus wie die sicheren Verlierer, weil auch gute Chancen leichtfertig vergeben wurden. Nach einem schönen Treffer von Karsten Schäfer ruinierte der Baseballer den guten Eindruck beim folgenden Lauf selber. Leichtfertig ließ sich Schäfer an der dritten Base auswerfen.
Nägel mit Köpfen machte erst der eingewechselte Patrick Kanthak im achten Durchgang. Der Outfielder schlug den Ball ins Outfield zum 3:4-Anschluss. Dass die Alligators zu zwei Punkten kamen, hatten sie eigentlich den Schweizern zu verdanken, die in dem Abschnitt zwei Fehler begingen. So waren es auch weniger die Solinger als die Therwil Flyers selbst, die den Alligators im letzten Inning zur Siegchance verhalfen. Hätte sich Dustin Hughes nicht völlig unnötig an der zweiten Base auswerfen lassen, die Alligators wären aufgrund der Schweizer Nervosität wohl noch als Sieger vom Feld gegangen.
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