Handball: Immer wieder freitags
VON GUIDO RADTKE - zuletzt aktualisiert: 19.10.2007Zum vierten Mal in Folge muss Handball-Zweitligist Bergischer HC einem Freitagabend auswärts antreten. Die Bilanz fällt mit 5:1 Punkten positiv aus, beim Tabellenvorletzten die TSG Münster soll die Serie ausgebaut werden.
An keiner anderen Sportstätte kommen die Handballer des Bergischen HC so schwer in Gang wie in der Eichendorffhalle in Kelkheim. So war es vor gut einem Jahr, als sich die Mannschaft von Trainer Norbert Gregorz im DHB-Pokal mit ihrem Spiel der trostlosen Atmosphäre anpasste, dann aber trotzdem gewann, weil sich die TSG Münster in der zweiten Halbzeit noch schwächer präsentierte. In der Meisterschaft folgte dann eine der schlechtesten Löwen-Leistungen der gesamten Saison und eine 29:35-Niederlage. Und ein Jahr zuvor hatte die SG Solingen – ebenfalls an einem Freitagabend – eine frustrierende 23:28-Niederlage nach ähnlichen Schema kassiert.
„Unsere Statistik in Münster ist nicht berauschend“, weiß Norbert Gregorz. Das sei Warnung genug, den Gegner nicht zu unterschätzen, auch wenn dieser in der aktuellen Tabelle lediglich auf dem vorletzten Platz zu finden sei. Ein Patent-Rezept, wie es heute besser aussehen könnte, hat der BHC-Trainer nicht parat. „Wir müssen uns einfach nur selbst motivieren und uns von den äußeren Umständen nicht beeinflussen lassen.“ Dabei hat der Handball-Zweitligist in dieser Saison mit Freitagabend-Spielen gute Erfahrungen gemacht. 5:1 Punkte haben die Löwen bislang auswärts (Korschenbroich, Oftersheim, Willstätt) gesammelt – und das immer wieder freitags.
Wechsel (noch) nicht kompensiert
Auch andere Mannschaften hatten in der vorigen Saison Probleme, bei der heimstarken TSG Münster zu gewinnen. Lediglich acht Punkte gaben die Hessen an der Waldwiese ab. In dieser Spielzeit gestaltet sich das (noch) etwas anders. Lediglich zum Saisonauftakt gegen den TV Korschenbroich (28:23) ging das Team von Trainer Hans-Josef Embs als Sieger vom Feld, gegen die Oftersheim/Schwetzingen (22:24) und den TV Willstätt-Ortenau (32:37) gab es jeweils eine Niederlage. Bislang scheint die Mannschaft den Wechsel von Rock Feliho zum Erstligisten HBW Balingen/Weilstetten noch nicht kompensiert zu haben. Als Ersatz im linken Rückraum haben die Münsteraner zwar den Routinier Markus Scheurer verpflichtet, doch der Ex-Friesenheimer hat nach einer Verletzung noch nicht zu alter Stärke gefunden. „So langsam aber läuft es bei ihnen besser, wie die jüngste knappe Niederlage in Friesenheim gezeigt hat“, erklärt Norbert Gregorz. Nach zwei Roten Karten in der Schlussphase gegen Fabian Bohnert und Ziad Rejab sowie zwei weiteren Zeitstrafen verlor die TSG Münster in Ludwigshafen in Unterzahl nach einer 33:32-Führung noch mit 33:34. „Dieser unglückliche Spielverlauf macht uns die Aufgabe nicht einfacher“, sagt Gregorz, der ungeachtet aller Einflüsse die Auswärtsbilanz weiter aufbessern möchte.
2. Handball-Bundesliga: TSG Münster – Bergischer HC (heute, 20 Uhr, Eichendorffhalle Kelkheim).
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