Handball: Ja zur Regionalliga
zuletzt aktualisiert: 27.03.2009Sportlich befinden sich die Handballer der SG Solingen BHC II auf dem direkten Weg in die Dritte Liga. Christoph Laub ist zuversichtlich, dass die Amateur-Abteilung die Rahmenbedingungen bieten kann.
Der Aufstieg in die Handball-Regionalliga wird von Spieltag zu Spieltag immer wahrscheinlicher. Ist in der Amateur-Abteilung der SG Solingen BHC immer noch die Frage offen, ob dieser auch angenommen wird, wenn das Juniorteam tatsächlich Oberliga-Meister wird ?
Laub Eigentlich nicht. Als Sportler ist man doch so emotional, dass man den Schritt auch wagen will, wenn man ihn sportlich geschafft hat. Lapidar gesagt: Wir sind in der gleichen Situation wie der Leichlinger TV vor einem Jahr – nur eine Liga drunter und in einem anderen finanziellen Rahmen. Gleichwohl ist jede Summe kritisch, die im Raume steht und nicht aufgebracht werden kann.
Wie steht das Umfeld zum Projekt Regionalliga ?
Laub Die Personen, die im Hintergrund agieren und die finanziellen Rahmenbedingungen mitgestalten, sind ebenfalls der Meinung, dass der Mannschaft der Aufstieg nicht verwehrt bleiben darf, wenn sie ihn schaffen sollte.
Das war doch seit Jahren ein Wunsch der Profi-Abteilung gewesen, einen Unterbau in der Dritten Liga zu haben . . .
Laub Rein sportlich betrachtet hat sich daran wenig geändert. Ansonsten wird die Entwicklung kritisch betrachtet. Die klare Botschaft lautet: Die zusätzlichen Kosten müssen wir selber stemmen.
Spieler wie Christian Hoße, Kristian Nippes oder Henning Quade als Verstärkungen für die Endphase der Saison abzustellen, ist also kein Thema ?
Laub Das ist auch nicht unser Ansatz, den Aufstieg mit allen Mitteln zu realisieren, indem uns Profispieler den Weg bereiten müssen. Den Aufstieg muss die Truppe alleine schaffen – und dann ist das auch in Ordnung.
Werden denn bereits die ersten Klinken geputzt ?
Laub Damit sind in der Tat schon einige Mitstreiter aus der Abteilung beschäftigt. Wir wollen die zusätzlichen Kosten in Höhe von etwa 12 000 Euro für Schiedsrichter oder die Auswärtsfahrten so schnell wie möglich gedeckelt haben. Was die Mannschaft betrifft, so unterstützen wir, wo es eben nur geht. Aber die finanziellen Rahmenbedingungen sollen im Vergleich zur Oberliga schon so stehen bleiben. Wir hatten in einem Gespräch den Eindruck, dass die Spieler das tatsächlich sportlich sehen und unbedingt Regionalliga spielen wollen.
Und wie sieht es mit dem zusätzlichen Trainingsaufwand aus, über den Trainer Jörg Müller gesprochen hatte ?
Laub Wir können es versuchen, mit den momentanen Rahmenbedingungen von drei Trainingseinheiten pro Woche in die Regionalliga zu gehen. Das funktioniert, auch wenn es ein wenig unprofessionell erscheint. Zu schaffen ist das auch, zumal junge Spieler wie Marcel Billen oder Arthur Giela weitere Trainingseinheiten bei der Ersten absolvieren.
Im Endeffekt klingt alles positiv . . .
Laub Wir müssen das auch positiv und offensiv angehen. Es nützt nichts, wenn wir mit Bedenken oder gar ängstlich an die Sache herangehen würden. Dann müssten wir die Finger von der Regionalliga lassen. Der Aufstieg ist aber einen Versuch wert. Jörg Müller wird mit der Mannschaft jedenfalls ohne Druck von Außen arbeiten können. Letztlich müssen wir trotzdem eingestehen, dass wir hoffen, dass es gut gehen wird.
Guido Radtke führte das Gespräch
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