Tennis: Karsten Saniter fordert Sieger-Mentalität
zuletzt aktualisiert: 13.07.2007Der Erfurter TC Rot-Weiß war vor einem Jahr das Überraschungsteam der Tennis-Bundesliga gewesen. Der damalige Aufsteiger schloss die Saison auf Anhieb auf Rang vier ab. Eine Platzierung, die die Ostdeutschen in diesem Sommer eigentlich verbessern wollten und deswegen den Slowaken Dominik Hrbaty (ATP 32) und den Italiener Andreas Seppi (111) verpflichteten. Nach dem Doppelspieltag allerdings sieht die Bilanz der Erfurter mager aus: 2:4 ging das Heimspiel gegen Blau-Weiß Halle verloren, in Mannheim teilten sich die Rot-Weißen mit der Mannschaft um den Daviscup-Spieler Benjamin Becker die Punkte (3:3).
Unsicher ist noch, mit welchem Quartett die Erfurter am Sonntag gegen den Solinger TC antreten werden. Tomas Zib (123) steht beim Challenger-Turnier in Oberstaufen noch in der Einzel- und Doppel-Konkurrenz. Andreas Seppi mischt beim ATP-Turnier in Gstaad noch mit. Dafür erwischte es Dominik Hrbaty in Scheveningen und Ilja Bocoljac (Serbien / 142) in Newport jeweils in der ersten Runde und dürften damit frei sein, für einen Einsatz an der Martin-Andersen-Nexö-Straße. „Ich rechne allerdings nicht damit, dass Bocoljac bei seiner Turnierplanung mal eben aus den USA kommt, um direkt danach wieder zurückzufliegen“, sagt Solingens Trainer Karsten Saniter. Der Kader sei an den Position drei bis zehn so ausgeglichen besetzt, dass es egal sei, wer noch irgendwo im Turniergeschehen aktiv ist.
So schlug bei den beiden ersten Begegnungen beispielsweise auch Bohdan Ulihrach (143) auf, der viele Jahre auf der Tour unterwegs war, sich nun aber etwas zurückgezogen hat. Der 32-jährige Tscheche hatte sich in Erfurt eigentlich nur für das Bundesliga-Team der Jungsenioren beworben, im Training dann aber gezeigt, dass er für die Erste Liga eine Verstärkung sein würde.
„Unsere Ausgangsposition ist so ähnlich wie gegen Neuss“, sagt Karsten Saniter. Ein Gesamtsieg fordert er nicht, allerdings müsse jetzt jeder Spieler für sich aus der Opferrolle raus: „Ich fordere von jedem eine Sieger-Mentalität, damit wir in der Schlussphase der Saison mit dem wachsenden Druck umgehen können“.
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