Fußball: Kein Typ für die Bank
zuletzt aktualisiert: 01.02.2007Ab sofort im Kader des Oberligisten Union: Nadir Düzgün.
Nadir Düzgün könne Spiele im Alleingang entscheiden, schwärmt Union-Trainer Eddy Malura von seinem Neuzugang. Der 21-Jährige, der in Wuppertal lebt, wechselte in der Winterpause von der SSVg. Velbert zum Solinger Fußball-Oberligisten. „Er kann vorne fast alles spielen, ist technisch stark und extrem torgefährlich“, so Malura. Und er ist auf dem Platz ein Typ wie der ehemalige Kultspieler der Union, Sascha Meier: Klein, aggressiv, lauf- und zweikampfstark – und zudem noch technisch versiert.
Herr Düzgün, wie sind sie bei der Union aufgenommen worden?
Düzgün Sehr positiv und sehr gut.
Wie kam es zu dem Wechsel nach Solingen?
Düzgün Nach meinen 16 Toren in der Verbandsliga in einer Halbserie beim SC Cronenberg hatte ich für diese Saison viele Angebote aus der Oberliga. Ich habe mich dann für Velbert entschieden, weil Hans-Günter Bruns mich unbedingt haben wollte. Kurz nach meiner Vertragsunterzeichnung wechselte Bruns aber nach Oberhausen. Bei seinem Nachfolger Frank Kurth habe ich dann keine große Rolle mehr gespielt. Mehr als ein paar Kurzeinsätze habe ich in der Hinrunde nicht absolviert.
Woran lag es, dass Sie sich nicht durchsetzen konnten?
Düzgün Wäre Hans-Günter Bruns in Velbert Trainer geblieben, hätte es für mich anders ausgesehen, davon bin ich überzeugt.
Also wollten Sie in der Winterpause wechseln . . .
Düzgün Ja, und da hat mir Oliver Dittrich, der ja bereits in Solingen gespielt hat, die Union empfohlen. Es gab ein Gespräch mit Harald Becker und Eddy Malura, dann war der Wechsel besiegelt.
Zwar sind Sie erst 21 Jahre alt, haben aber im Fußball bereits eine Menge erlebt.
Düzgün In der C-Jugend habe ich beim KFC Uerdingen angefangen, zusammen mit Dennis Malura. In der B- und A-Jugend habe ich vier Jahre für Schalke 04 gespielt. Hier bin ich auch Deutscher Meister und Jugend-Nationalspieler geworden. Es folgte der Wechsel zum VfL Bochum, dann in die erste türkische Liga. Dann zog ich mir eine schwere Knieverletzung zu, die für mich eine zweieinhalbjährige Zwangspause zur Folge hatte. Erst Anfang 2006 konnte ich wieder Fußball spielen. Die lange Pause habe ich aber genutzt, um meinen Schulabschluss zu machen und eine Ausbildung zu beginnen.
Was ist Ihre Lieblingsposition?
Düzgün Am liebsten spiele ich im offensiven Mittelfeld. Links oder rechts ist egal.
Wird die Union für Sie nur eine Zwischenstation sein?
Düzgün Ich will in der Oberliga spielen, mir bei der Union einen Stammplatz erkämpfen. Wenn wir den Klassenerhalt schaffen, die Trainer weiter mit mir planen, warum sollte ich wechseln?
Das Gespräch führte Michael Tesch
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