Tennis: Klör quält sich zum Sieg
VON GUIDO RADTKE - zuletzt aktualisiert: 31.05.2010Im dritten Spiel der Niederrheinliga-Saison musste der Solinger TC zum zweiten Mal ein Doppel wegen Krankheit kampflos abgeben. Diesen Punktverlust konnten die Widderter Tennisprofis in Krefeld nicht auffangen.
Die Saison der unerwarteten Dinge findet ihre Fortsetzung. "Gedanken über einen möglichen Aufstieg müssen wir uns nicht mehr machen." Stattdessen blickt Vereinstrainer Karsten Saniter nach der zweiten Niederlage des Solinger TC in der Tennis-Niederrheinliga vorsorglich in Richtung Abstiegsplätze. "Wir müssen Neuss und Dümpten schlagen, damit wir Sicherheit haben."
Beim HTC Blau-Weiß Krefeld II brachte ein Hitzschlag alle Rechnungen der Widderter durcheinander. Sascha Klör hatte Daniel Düren schon ein Aufschlagspiel abgenommen, als ihm beim Stand von 3:0 urplötzlich übel und schwindelig wurde. Klör verspielte seinen Vorsprung und gab den ersten Satz im Tiebreak ab. Anderthalb Stunden lang quälte sich der Tennisprofi, um das Match tatsächlich noch erfolgreich mit 7:6 (9) und 10:7 im Champions-Tiebreak nach Hause zu bringen.
Sascha Klör bewahrte die Solinger mit seinem hart erkämpften Sieg vor dem totalen Fehlstart. "Ein 0:3 nach den Einzeln hätten wir kaum noch aufgeholt", sagte Saniter. Denn nicht nur Philip Rottschäfer hatte seine Partie verloren, sondern auch Martin Emmrich. Der Doppelspezialist hatte gegen Sven Andre im Matchtiebreak bei einer 8:4-Führung alle Trümpfe in der Hand, ehe ihm kein Punkt mehr gelingen wollte. Die zweite Einzel-Runde verlief aus Sicht der Gastgeber wie kalkuliert. Clinton Thomson und Marius Zay dominierten David Pelborn und Eric Kuijlen, für Nico Mertens gab es die einkalkulierte Niederlage.
Wie schon beim Saisonauftakt im Rochusclub Düsseldorf, als Marius Zay aufgrund einer Virusgruppe im Doppel passen musste, blieb Karsten Saniter auch in Krefeld nichts anderes übrig, als beim Zwischenstand von 3:3 kampflos auf einen Punkt zu verzichten. Sascha Klör hatte sich nach seinem Match in der Kabine hingelegt und dort sogar vor Erschöpfung geschlafen. An einen zweiten Einsatz an diesem Tag war nicht zu denken.
Mertens wächst über sich hinaus
Während Marius Zay und Clinton Thomson im Spitzendoppel gegen die Niederländer Eric Kuijlen und David Pelborn wie erhofft den vierten Punkt sicherten (6:7, 6:2, 10:3) nahm das zweite Doppel einen unerwarteten Verlauf. Martin Emmrich konnte an der Seite von Nico Mertens nie den Druck abschütteln, die führende Rolle im STC-Duo übernehmen zu müssen. Der Youngster wuchs über sich hinaus. Mertens brachte seine Aufschlagspiele durch, Emmrich nicht. Als der 25-Jährige im zweiten Satz erstmals erfolgreich war, endete Mertens' Serie – und das entscheidende Match war verloren (4:6, 3:6).
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