Fußball: Qual der Wahl
VON MICHAEL TESCH - zuletzt aktualisiert: 16.11.2007Beim Tabellenvorletzten VfB Hilden möchte Fußball-Verbandsligist Union Solingen nach drei Niederlagen in Folge wieder punkten. Trainer Frank Zilles kann dafür aus dem Vollen schöpfen: Alle 21 Spieler im Kader sind fit.
„Viele Dinge sind möglich“, erzählt Union-Trainer Frank Zilles in Hinblick auf die Begegnung des Fußball-Verbandsligisten Union Solingen beim VfB Hilden. „Ich habe die Trainingswoche unter das Motto ,Zweikämpfe gewinnen und etwas Abliefern für die Truppe’ gestellt. Jeder der 21 Spieler im Kader hat also bis Sonntag die Möglichkeit, sich in die Mannschaft zu spielen.“ Was nur für einen nicht gilt: Torhüter Dennis Prostka. „Der ist gesetzt.“
Seine Forderung, „die elementaren Dinge“ beim Training sehen zu wollen, sei bei den Spielern angekommen, sagt Zilles. „Die Mannschaft gibt im Training richtig Gas.“ Die Suspendierung von Bartosch Wojtalik und Ersatzkeeper Ajoscha Matuszek nach der Niederlage gegen Wülfrath habe keine Unruhe zur Folge gehabt. „Für Wojtalik ist das jetzt ein Lernprozess. Er kann in der zweiten Mannschaft zeigen, dass er begriffen hat, worum es geht.“
Erst einmal bis zur Winterpause gilt die Verbannung in die Reserve. „Dann sehen wir weiter.“ Endgültig zu ist die Tür aber für Matuszek. „Reisende soll man nicht aufhalten“, sagt Zilles in Richtung seines Ersatzkeepers, der aus Unzufriedenheit etwas zu laut über einen Vereinswechsel nachgedacht hatte. Für ihn wurde Hagen Nebgen verpflichtet, der allerdings erst gegen Hönnepel spielberechtigt sein wird. In Hilden wird deshalb der Torhüter der A-Junioren auf der Bank sitzen.
Dem Spielausfall am vergangenen Sonntag in Hönnepel-Niedermörmter mag der Union-Coach im Rückblick weder Positives noch Negatives abgewinnen. „Auf der einen Seite fehlt dadurch natürlich der Rhythmus, andererseits ist Hilden sicherlich der angenehmere Gegner.“ Zudem habe die Pause einigen Grippe geschwächten Spielern sehr gut getan, die in Kalkar eventuell ausgefallen wären – Thomas Götz, Marc Schmale und Ahmet Gökbayrak zum Beispiel.
Hilden mit dem Rücken zur Wand
Zilles warnt davor, die „undankbare“ Aufgabe Hilden zu unterschätzen. „Der VfB ist eine Mannschaft, die mit dem Rücken zur Wand steht, gegen uns deshalb auch alles versuchen wird.“ Der Trainer hat den kommenden Gegner bei dessen 0:4-Heimniederlage gegen Viktoria Goch beobachtet. „Bis zur Pause war Hilden gleichwertig.“ Nach dem 0:2 sei die Partie dann aber für den VfB gelaufen gewesen, denn Goch hatte hinten so gut wie nichts zugelassen. Stichwort Abwehr: Um diese nach drei Niederlagen in Folge zu stabilisieren, wird Zilles Kapitän Enrico Kowski wieder in der Innenverteidigung bringen. Allerdings mochte der Coach nicht sagen, wer neben Kowski spielt. „Da gibt es einige Kandidaten und Möglichkeiten.“
Die Schlappe gegen Goch bedeutete für den VfB Hilden die achte Niederlage im 13. Spiel. Die Luft wird für die Mannschaft von Trainer Peter Waldinger in der Verbandsliga immer dünner. Trotzdem sprach der Coach seiner Mannschaft nach dem 0:4 gegen Goch ein kleines Lob aus. Die Leistung sei „um einen Deut besser“ als noch beim 2:6 in Hönnepel gewesen.
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