Tennis: Sechs Zusagen
VON GUIDO RADTKE - zuletzt aktualisiert: 27.11.2008Die frühe Planungssicherheit beim Solinger TC hat bereits Auswirkungen auf die am Samstag beginnenden Winter-Saison. Sechs Tennisprofis des Zweitliga-Kaders können schon jetzt in der 1. Verbandsliga eingesetzt werden.
Normalität ist eingekehrt beim Solinger TC nach dem zweijährigen Gastspiel in Deutschlands Elite-Liga. Weil in Widdert nicht auf einen möglichen freien Platz in der Tennis-Bundesliga spekuliert, sondern nach dem feststehenden Abstieg sogleich für die Zweite Liga gemeldet wurde, gab es eine gesunde Basis für die Vertragsverhandlungen. Im Gegensatz zum Vorjahr, als Mitte November noch nicht endgültig festgestanden hatte, wer künftig zum STC-Kader gehören würde, haben sechs Tennisprofis schon jetzt ihre Zusage gegeben.
Zu Bastian Knittel, Clinton Thomson, Marius Zay und Martin Emmrich gesellen sich zwei Neuzugänge, die bereits in der am Samstag beginnenden Winter-Saison zum Einsatz kommen könnten. Zum einen ist Sascha Klör nach einjähriger Abstinenz zurückgekehrt, zum anderen wechselte Kevin Deden vom Osterather TV zum Solinger TC. „Acht Spieler soll der Kader schon umfassen “, sagt Vorsitzender Kurt-Reiner Witte, der Alexander Flock und Gero Kretschmer gerne halten würde – nicht zuletzt, weil letzterer wieder beim designierten alten und neuen Teamchef Karsten Saniter trainiert.
Eine großes Fragezeichen steht lediglich hinter der Fortsetzung des Engagements von Michael Kohlmann. Der Doppelspezialist könnte sich vorstellen, im kommenden Jahr noch einmal um einen Deutschen Meistertitel zu spielen. „Das können wir ihm in Widdert natürlich nicht bieten“, sagt Kurt-Reiner Witte.
Den eventuellen Verlust aber könne das Team in der Zweiten Liga auffangen, „schließlich haben sich die Anderen mittlerweile zu guten Doppel-Spielern entwickelt“. Der Vorsitzende ist überzeugt, dass der STC mit diesem ausgeglichenen Kader zu den vier Mannschaften aus dem Norden gehören werde, die sich ihren Startplatz für die neue eingleisige Zweiten Liga sichern werden.
Die frühe Planungssicherheit hat auch Auswirkungen auf die Hallensaison in der 1. Verbandsliga, die für die Widderter am Samstag mit einem Heimspiel gegen den TC Bovert beginnt. Aus dem Profi-Sextett sollen in den sieben Meisterschaftsspielen stets zwei oder höchstens drei Akteure zur Verfügung stehen. An Position drei oder vier bekommt der Nachwuchs (Florian Bohle, Stefan Kirschbaum, Konstantin von Pückler) seine Chance.
Karsten Saniter stapelt tief
Ein Jahr nach dem Abstieg aus der Niederrheinliga – auch eine Folge der damals lange Zeit offenen Personalfragen – ist eine direkte Rückkehr nicht zwingend geplant. „Dafür müssten wir alles gewinnen“, erklärt Karsten Saniter, der das der Mannschaft nicht unbedingt zutraut. Grund für die Tiefstapelei des Vereinstrainers sind die Turnierplanungen von Thomson, Zay und Co. im Januar und Februar. „Erst einmal wollen wir mindestens fünf Punkte aus den drei Dezember-Partien holen – und dann sehen wir weiter.“
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