Tanzen: Sicherheitsvorkehrung getroffen
VON GUIDO RADTKE - zuletzt aktualisiert: 13.11.2009Für sechs Solinger Discofox-Paare sind die Deutschen Meisterschaften im Konzerthaus ein Heimspiel. Als aussichtsreiche Kandidaten gelten in der S-Klasse die Titelverteidiger Klaus Lustig und Juliane Gloßner, die gleichzeitig auch für die Organisation verantwortlich sind.
Klaus Lustig und Juliane Gloßner haben sich abgesichert, damit sie nicht noch einmal disqualifiziert und nach ihrer Kür auf den letzten Platz gesetzt werden. Es war im Mai vergangenen Jahres gewesen, als im Finale der Westdeutschen Meisterschaften Lustigs Hut vom Kopf flog und die wilde Locken-Perücke verrutschte. Und weil er nichts mehr gesehen hatte, riss sich der Solinger das falsche Haar kurzerhand vom Kopf. "Weil es nicht sein kann, dass man disqualifiziert wird, nur weil man unabsichtlich ein Teil seines Kostüms verliert, haben wir Wert darauf gelegt, dass dieser Punkt in die Ausschreibung aufgenommen wird."
So können Klaus Lustig und Juliane Gloßner morgen Abend zumindest in dieser Hinsicht ganz entspannt den Deutschen Discofox-Meisterschaften vor heimischen Publikum entgegen sehen. Denn in ihrer neuen Kür – die tanzen sie erstmals, wenn sie das Finale erreichen – werden sie abermals eine Kopfbedeckung tragen. "Und haben alles so gut ausgetüftelt, dass wir unsere Hüte eigentlich nicht verlieren können."
Seit rund acht Wochen sind schon keine Eintrittskarten mehr für die Veranstaltung erhältlich. Insbesondere aus Solingen war die Nachfrage groß, nicht zuletzt, weil in den fünf verschiedenen Klassen zahlreiche Paare aus der Klingenstadt zu finden sind. In der Eliteklasse sind neben Lustig/Gloßner, die als Titelverteidiger an den Start gehen, auch zwei Paare des TC Blau-Gold dabei: Andreas Fornaroli und Jessica Martin sowie Claus Dellwisch und Silvia Hölzgen starten nach ihren Aufstiegen erstmals bei den nationalen Titelkämpfen in der S-Klasse. In der weiteren Starterfeldern der Hauptgruppe A und B sind zudem noch drei Discofox-Paare der Tanzfabrik Solingen zu finden.
Vor drei Tagen haben Klaus Lustig und Juliane Gloßner die Organisation der Veranstaltung aus der Hand gegeben. "Wir haben jetzt nur noch eine Auge darauf, ab alles seine Ordnung hat." Stattdessen feilen die amtierenden Deutschen Meister in diesen Tagen noch reichlich an ihrer Kür sowie den Pflichtelementen, die in den Vor- und Zwischenrunde zu zeigen sind.
Vorjahres-Titel war ein Geschenk
Als letztes Paar der alten Discofox-Schule gehen beide zurückhaltend den langen Turniertag an. "Wir bekommen immer wieder in den Mund gelegt, dass wir sicherlich noch einmal Deutscher Meister werden wollen." Lustig/Gloßner würden sich nicht dagegen wehren, wenn sie abermals von den Wertungsrichtern die besten Noten erhalten würden. "Der Titel kam im Vorjahr unerwartet. Dieses Geschenk kann uns keiner mehr nehmen." Nach der neu hinzu gekommenen Konkurrenz – Stephan Guttenberger und Maike Sage (Hannover) sowie Stephanie und Hans-Peter Reinhardt (Bad Kreuznach) zählen zu den Mitfavoriten – werden sich die beiden nicht richten: "Wir werden an unserem Stil festhalten, bei dem der Grundschritt immer erkennbar sein muss".
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