Tennis: tennis
VON GUIDO RADTKE - zuletzt aktualisiert: 26.01.2007Für einen von beiden Tennisprofis des Solinger TC hätte das Viertelfinale beim Future-Turnier in Kaarst in jedem Fall das Aus bedeutet. Die Auslosung hatte es so gewollt, dass Gero Kretschmer gegen Clinton Thomson um den Einzug ins Halbfinale hätte kämpfen müssen – wenn Thomson gestern nicht schon sein Zweitrunden-Match gegen Daniel Brands verloren hätte.
Es waren Nuancen, die den Unterschied ausgemacht haben. „Clinton fehlt zum jetzigen Zeitpunkt noch der Feinschliff, der ihm das Gefühl gibt, alles spielen zu können“, analysierte Trainer Karsten Saniter. Das sei eine Folge der unzureichenden Vorbereitung, die aufgrund von Verletzungen oder Krankheit eigentlich gar nicht stattgefunden habe. So hat Thomson gegen seinen groß gewachsenen Kontrahenten aus Burghausen zu passiv gespielt. Der an Position sieben gesetzte Brands nahm Thomson sowohl im ersten (6:4) als auch im dritten Satz (6:3) jeweils dessen letztes Aufschlagspiel ab. Lediglich den zweiten Durchgang hatte der Solinger mit 6:2 gewinnen können.
Zumindest der an Zwei gesetzte Gero Kretschmer ist im Turnier geblieben. Beim 6:7 (5), 6:3, 6:2-Erfolg behielt der Solinger die Ruhe und zermürbte den Italiener Luca Vanni damit, geduldig auf seine Punkte bringenden Schläge zu warten. Das Viertelfinale gegen Daniel Brands bestreitet Kretschmer im Tespo-Sportpark heute um etwa xx Uhr.
Von Kaarst nach Australien
Obwohl Clinton Thomson sich im Einzel nicht mehr im Turnier befindet, wird er am Sonntag in keinem Fall beim vorletzten Niederrheinliga-Spiel in der Hallensaison für den Solinger TC antreten. Zu diesem Zeitpunkt sitzt der 22-Jährige bereits im Flieger. Da auch Gero Kretschmer seinem Teamkollegen am frühen Abend nach Australien folgen wird, hat Karsten Saniter abermals Probleme, vier Spieler zu benennen. Während Sascha Klör wohl noch die Qualifikation zum Future-Turnier in Mettmann bestreiten muss, ist Lars Uebel dort bereits für das Hauptfeld qualifiziert. So könnte es sein, dass der Spitzenspieler gegen Bayer Wuppertal in der Winter-Saison erstmals zum Einsatz kommt. Karsten Saniter geht davon aus, dass die Wuppertaler nicht mit ihrem besten Team antreten werden. Mit einem Punkt scheint der Tabellenvorletzte ebenso wie das punktgleiche Schlusslicht TC Sportpark Asberg zum Abstieg in die 1. Verbandsliga verdammt zu sein.
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