Handball: Testspiel als Motivationshilfe
VON GUIDO RADTKE - zuletzt aktualisiert: 29.07.2010In seiner ersten Partie der Vorbereitung siegte der Bergische HC gegen den TuS Wermelskirchen mit 29:22 (17:10), verpasste aber ein deutlicheres Ergebnis. Daher war Trainer Ha De Schmitz mit dem ersten Auftritt des Handball-Zweitligisten auch nur phasenweise zufrieden.
Eine gewisse Unruhe in seinem Kader hatte Ha De Schmitz in den letzten Trainingstagen ausgemacht. "Die hohe Belastung hat ihre Spuren hinterlassen", sagt der Coach des Bergischen HC. Einige seiner Handballer seien ziemlich müde und platt nach den ersten 16 Tagen der Vorbereitung auf die neue Saison in der 2. Handball-Bundesliga. "Deswegen war es langsam an der Zeit zu spielen, um etwas für die Motivation zu tun." Als erster Gegner stand gestern in der Wuppertaler Unihalle der TuS Wermelskirchen bereit, der seinerseits erst zwei Trainingseinheiten vor dem Anpfiff bestritten hatte. Mit 29:22 (17:10) siegten die Löwen erwartungsgemäß gegen den Drittligisten, wobei das Ergebnis höher hätte ausfallen müssen.
Knapp sieben Minuten dauerte es, bis sich die von Ha De Schmitz aufs Feld beorderte Start-Sieben gefunden hatte – trotz einer 4:0-Führung. In der Abwehr hatte Keeper Jan Stochl nämlich so manchen Fehler seiner Vorderleute ausgebügelt, die in der 6:0-Abwehr so noch nie zusammen gearbeitet haben. Neuzugang Jan Behr agierte neben Henning Quade im Innenblock, auf den Halbpositionen verteidigten Alexander Oelze und Jiri Vitek. In der Offensive fehlten Christian Hoße und Jan Behr bei mehreren Versuchen noch die Zielgenauigkeit. Hoße scheiterte zwei Mal bei Tempogegenstößen an TuS-Schlussmann Roland Mainka, ehe er den dritten Versuch zum ersten Treffer nutzte. Auch bei Behr waren bei seinem ersten Tor im BHC-Trikot aller guten Dinge drei, nachdem er aus dem Rückraum zwei Mal den Pfosten getroffen hatte.
Worauf das Trainerduo Ha De Schmitz und Chrischa Hannawald in der Offensive das Hauptaugenmerk legen, wurde in der Anfangsviertelstunde deutlich. "Die Außenspieler sollen intensiver einlaufen, und die Kreisläufer mehr eingebunden werden." Auf diese Weise erzielten Henning Quade (4) und Simon Kluge (2) bis zum 8:4 sechs Treffer.
Nur vier Gegentore in 22 Minuten
"Phasenweise haben wir schon ganz gut gedeckt", lobte Ha De Schmitz und meinte damit vor allem die 20 Minuten, als der Coach alle sechs Feldspieler ausgetauscht hatte. Nach dem 12:7 (21.) ließ der BHC lediglich noch vier Gegentreffer zu, um bis auf 24:11 (42.) zu erhöhen. Beim 29:17 (53.) sah alles nach einen Kantersieg des Zweitligisten aus, aber Sebastians Hinzes Tor blieb das letzte auf BHC-Seite. Ha De Schmitz hatte noch einmal bunt durch gewechselt und auf eine 5:1-Deckung umgestellt. Dass dies nicht ganz so gut funktioniert hat, stufte der Coach als Experiment ein. "Ich wollte es mit dieser Besetzung einfach mal probieren."
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