Sportschieen: Treffsicher auf 100 Meter
VON HEINO KIRCHHOFF - zuletzt aktualisiert: 09.02.2012Sportschieen (RP). Der eisigen Kälte auf der Anlage der Ohligser SG trotzten rund 130 Schützen beim "100 Meter-Cup". Drei Teilnehmer erzielten beim Kleinkaliber aufgelegt sogar die Bestmarke von 300 möglichen Ringen.
Das kleine Jubiläum wird den Teilnehmern in frostiger Erinnerung bleiben. So schwierig wie bei der zehnten Auflage des "100 Meter-Cups" waren die Bedingungen selten zuvor gewesen. Es war bitterkalt auf der Anlage der Ohligser SG, auf der zwar in einem Unterstand geschossen wurde, die Zielscheibe allerdings draußen anvisiert wurde. So mussten die Schützen nicht nur den Körper, sondern vor allem Hände und Finger warmhalten.
Weil die fünf Bahnen am Ohligser Schützenplatz als einzige im Bezirk eine Länge von 100 Meter vorweisen, war das Interesse entsprechend groß. Mehr als 140 Teilnehmer hatten ihre Meldungen abgegeben und die Veranstalter die Austragung wie im Vorjahr sogar auf zwei Wochenenden verteilen müssen. Geschossen wurde in elf verschiedenen Disziplinen von der Pistole bis zum Luftgewehr, aufgelegt und freihändig, stehend und liegend. Jeder Schütze hatte eine Serie von 30 Schuss zu absolvieren. Dabei waren 300 Ringe möglich. Manche ließen sich dabei bis zu 50 Minuten Zeit und fuhren jede Scheibe heran, um genau den Einschlag zu kontrollieren. Andere wiederum beschränkten sich darauf, sich mit einem Fernglas zu vergewissern. Diese Schützen waren deutlich schneller und schafften ihr Programm in einer halben Stunde.
Trotz der frostigen Bedingungen wurden eine Reihe ausgezeichneter Leistungen erzielt. Beim Kleinkaliber aufgelegt in der Senioren-Klasse A (ab 50 Jahre) gelang es Detlef Wedemeiyer (SV Langenfeld), Reiner Groß (Bayer Leverkusen) und Werner Groß (SV Wildschütz Remscheid) sogar, die volle Punktzahl von 300 Ringen zu erzielen. Hier musste die Zehntelwertung zur Ermittlung des Siegers herangezogen werden. Das Höchstergebnis im Freihandbereich waren 294 Ringe, erreicht von Reiner Lützenkirchen (Sportschützen Köln-Stammheim).
Nachwuchs gesucht
Insgesamt waren die Organisatoren Katja und Stefan Blos sowie der Vereinsvorsitzende Jochen Unkelbach mit dem Ablauf sowie der Anzahl der Meldungen absolut zufrieden. Übereinstimmend stellten sie aber auch fest, dass in Zukunft auch wieder mehr junge Leute Interesse am Schießsport zeigen könnten.
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