Volleyball: Wechsel mit Verspätung
VON ALISSA RIECHERT - zuletzt aktualisiert: 14.07.2010Bei der TSG Solingen ist Jacqueline "Jacky" Kucybala als Volleyballerin groß geworden. Nach dem Abstieg des Damen-Teams aus der Verbandsliga ist die 18-Jährige dem Ruf von Bayer Leverkusen gefolgt.
Vor einem Jahr schon hatte Jacqueline Kucybala das Angebot von Bayer Leverkusen erhalten, um in der Bundesliga-Reserve zu spielen. Die Volleyballerin aber blieb bei der TSG Solingen, weil sich beide Vereine über die Wechselmodalitäten nicht ganz einig wurden. Nun aber nahm die 18-jährige Außenangreiferin dann doch Abschied von ihrem Heimatverein, um ab der kommenden Saison die Herausforderung Regionalliga anzunehmen.
Angefangen Volleyball zu spielen, hat "Jacky", wie sie eigentlich nur genannt wird, im Alter von 13 Jahren in der Schulmannschaft des Gymnasiums Vogelsang. "Meine Eltern meinten, ich solle das einfach mal ausprobieren", erinnert sie sich mit Freude, wenn sie an diese Zeit zurückdenkt. Der Sport habe sie immer schon interessiert, da ihr Onkel erfolgreicher Volleyballer in der Bundesliga und der polnischen Nationalmannschaft gewesen war. Zunächst aber entdeckte sie für sich das Tanzen, den Basketball und die Zirkus-AG der Schule.
"Ich wollte erst eigentlich gar nicht." Aber nach gutem Zuspruch ihrer Eltern, die meinten, dass ihr der Sport sicher liegen würde, raffte sich Jacky Kucybala schließlich doch dazu auf, einmal Freitagnachmittags die AG der Schule zu besuchen. Dort erkannte ihr Lehrer Gerhard Schäfer das vor ihm stehende Talent sofort und gab ihr den Rat, sich einmal das Training bei der TSG Solingen anzusehen. Angefangen bei Timo Hager in der Vierten Mannschaft, arbeitete sie sich innerhalb nur eines Jahres bis in den Verbandsliga-Kader vor. Von Anfang an gehörte die Gymnasiastin zu den Leistungsträgern, aber auch sie konnte in der vorigen Saison den Abstieg der jungen Truppe in die Landesliga nicht verhindern.
Ihr großes Angebot erhielt die damals 16-Jährige, als sie mit den U20-Mädchen der SG Ohligs/TSG um die Westdeutsche Meisterschaft spielte. Beim Probetraining in Leverkusen überzeugte Jacky Kucybala mit ihrem technischen Können, ihrer Übersicht und der Freude am Volleyball. Mit einem Jahr Verzögerung wird die Solingerin nun mit TSG-Mannschaftskollegin Hannah Lepenies (17) beim Werksclub nicht mehr nur trainieren, sondern auch in der Meisterschaft ins Geschehen eingreifen.
Deutlich erhöhter Aufwand
Der Aufwand hat sich deutlich erhöht. Gerade im Mai 18 Jahre alt geworden, meisterte die Gymnasiastin die zwölfte Klasse und schafft es nebenbei, dreimal die Woche für zwei bis drei Stunden zum Training nach Leverkusen zu fahren. "Ich bin gespannt, was kommen wird". In der Regionalliga sowie in der U20-Mannschaft, die wie in der Vorsaison als aussichtsreicher Kandidat auf den Gewinn der Westdeutsche Meisterschaft gilt.
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