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Tennis: Wenige Punkte bleiben der Unterschied

zuletzt aktualisiert: 16.07.2007

Mit hängendem Kopf ging nicht nur Lars Uebel vom Platz. Kurz zuvor war schon Clinton Thomson mit unzufriedener Miene im Klubhaus verschwunden. Der Deutsch-Australier versuchte dabei, nicht nur seine Drei-Satz-Niederlage gegen Marco Mirnegg zu verarbeiten. Thomson ging es auch hundsmiserabel. Schon vor dem ersten Aufschlag hatte die Solinger Nummer Fünf über Übelkeit geklagt. Jetzt, nach knapp zwei Stunden bei 35 Grad in der prallen Sonne, ging es ihm noch schlechter. Die Doppel waren noch nicht begonnen, da ließ sich der kranke Clinton Thomson auch schon nach Hause bringen.

Auf dem Court hatte man ihm die körperliche Schwächung nicht angemerkt. Der erste Satz war zwar schnell verloren – ein frühes Break und etliche Asse von Marco Mirnegg ließen Thomson keine Chance –, doch danach egalisierte der Solinger die druckvollen Schläge des Österreichers mit gleichen Mitteln. Den Satz holt sich die Nummer 585 der Weltrangliste mit 6:4, indem er seinem Kontrahenten dessen Aufschlagspiel zu Null abnimmt.

Im Match-Tiebreak ist Clinton Thomson derart konzentriert, dass er noch nicht einmal die Zwischenstände verfolgt. Nach Mirneggs Ass zum 8:7 erkundigt sich der Solinger beim Stuhl-Schiedsrichter sogar nach dem Ergebnis. Eine Frage, die ihn für einen kurzen Moment ins Überlegen bringt. Denn die folgende Attacke ans Netz nutzt Marco Mirnegg mit einem einfachen Passierball zur 9:7-Führung aus. Einen Matchball kann Clinton Thomson abwehren, den zweiten nicht mehr. Mirnegg hält den Ball so lange im Spiel, bis sein Gegner ungeduldig wird und den Ball ins Netz befördert.

Statt mit 2:0 in Führung zu gehen, lag der Aufsteiger wieder mit 0:2 zurück. Gero Kretschmer und Sascha Klör gaben anschließend ihre Einzel gegen Lukasz Kubot (1:6, 4:6) und Ivo Minar (2:6, 2:6) deutlich ab. Nach exakt vier Stunden lautete der Zwischenstand also wieder einmal 0:4. Statt mit einem 2:2 aus den Einzeln zu kommen, mussten sich die Solinger erneut damit begnügen, wie auch in den Doppeln nur eine gute Figur abgegeben zu haben.

Quelle: RP

 
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