Handball: Zweiter Auswärtssieg bringt neue Zuversicht
zuletzt aktualisiert: 13.02.2012Handball (RP). Verl – HSV Gräfrath (Frauen) 27:41 (14:22). Erst zum zweiten Mal in dieser Saison bejubelten die Drittliga-Handballerinnen des HSV Gräfrath einen Sieg in fremder Halle.
Das ist Mitte Februar definitiv zu wenig für eine Mannschaft mit Anspruch und Ambition. Das bestätigt das Tabellenbild. Durch den Sieg haben sich die Solingerinnen zumindest nach unten abgesichert und können nun wieder höhere Ziele fokussieren. Der 41:27-Erfolg in Verl sollte der Truppe um Trainerin Michaela Buchheim Selbstvertrauen für die anstehenden Aufgaben geben. "Wir haben besonders im Angriff überzeugt, die Mädels sind geschlossen aufgetreten", lobte Buchheim. Vielleicht erwies sich der Abstiegskandidat als Aufbaugegner zum richtigen Zeitpunkt. Die Auswärtsbegegnung nach Karneval beim Tabellennachbarn Sulzbach/Leidersbach wird genaueren Aufschluss darüber geben.
Tini Herrmann hält glänzend
Von Beginn an übernahmen die Gräfratherinnen die Kontrolle. Sie wollten es anders machen als in der Vergangenheit. Mit Erfolg setzte sich der HSV frühzeitig ab, der Vorsprung im Rücken verlieh die nötige Sicherheit. Torhüterin Tini Herrmann erwies sich als zuverlässiger Rückhalt, die Ballgewinne wurden konsequent verwertet.
Auch von einer Schrecksekunde 18 Minuten vor dem Ende ließen sich die Gäste nicht von der Siegerstraße abbringen. Nach einem Ballverlust war Herrmann aus ihrem Torraum heraus geeilt. Zusammen mit Sabrina Jakelski und einer Gegenspielerin kam es zur Kollision. Den Regeln entsprechend wurde die Torhüterin mit Roter Karte des Feldes verwiesen.
"Die hätte man nicht unbedingt geben müssen", meinte Michaela Buchheim, die mit der Hereinnahme von Sabine Nassenstein auf einen qualitativ hochwertigen Ersatz zurückgreifen konnte. Nassenstein stand ihrer Vorgängerin in nichts nach und zeichnete sich in einigen Szenen noch einmal aus. Für Buchheim waren es in der Endabrechnung zwar einige Gegentore zu viel, die allerdings waren der nachlassenden Abwehrarbeit geschuldet.
Dafür lief es im Angriff nach Belieben. Alle Spielerinnen durften für längere Zeit ran. Besonders Gesine Paulus kam voll zur Entfaltung und lieferte ihr bislang bestes Spiel im Gräfrather Dress ab. Die Rückraumspielerin startete zunächst auf Halblinks, wurde nachher auf die Mittelposition gezogen. Mit neun Toren stellte die frühere Bundesliga-Spielerin ihr reichhaltiges Repertoire unter Beweis. Sabina Jakelski aus dem Reserve-Kader hatte ebenfalls viele gute Szenen.
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