Schwimmen: Auf der großen Bühne
VON HARALD GEHRING - zuletzt aktualisiert: 07.08.2010Christoph Fildebrandt startet am Montag bei den Europameisterschaften der Schwimmer in Budapest mit der deutschen 4x100m-Freistilstaffel. Es ist für den Remscheider die zweite EM-Teilnahme innerhalb von acht Monaten.
Kein Einzelstart
Der Montag ist für Fildebrandt zugleich der erste und letzte Wettkampftag bei der EM. Insgeheim hatte er auch noch auf einen Startplatz in den Einzelkonkurrenzen gehofft, doch der DSV blieb seinen Vorgaben treu. Der 21-Jährige hatte in Berlin keine der vorgegebenen Normen für die Einzelstrecken unterboten – auch nicht als DM-Dritter über 50m Freistil.
Vor acht Monaten gab der Remscheider Christoph Fildebrandt bei den Europameisterschaften im Schwimmen auf der Kurzbahn in Istanbul sein internationales Debüt. Acht Monate später steht für den 21-Jährigen nun das zweite Großereignis in Folge auf dem Programm: die kontinentalen Titelkämpfe auf der 50m-Bahn in Budapest.
Die ersten Vorläufe finden am Montagvormittag statt. Mit dabei: Christoph Fildebrandt. Der 21-Jährige hatte sich bei den nationalen Titelkämpfen in Berlin vor knapp einem Monat als Vierter über 100m Freistil für die 4x100m-Freistilstaffel des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV) empfohlen. Seine Nominierung folgte nur einen Tag später. Seit wenigen Tagen steht nun auch offiziell fest, wie oft Fildebrandt in Ungarns Metropole ins Becken springen darf: ein bis zwei Mal. "Ich muss erst einmal im Vorlauf über 4x100 Meter Freistil ran. Dort kämpfen Markus Deibler, Stefan Herbst und ich dann um zwei Plätze für das Finale am Abend", so der Remscheider, der 2007 Junioren-Europameister mit der Staffel wurde. Gesetzt für das Finale sind Weltmeister Paul Biedermann und Steffen Deibler.
Fildebrandt ist zuversichtlich, dass er die "interne Qualifikation" überstehen wird: "Ich fühle mich gut in Form. Der letzte Trainingstest am Mittwoch im Trainingslager in Heidelberg verlief gut", erklärt der EM-Fünfte von Istanbul (4x50m Freistil). Der Schützling von Trainer Jürgen Schmitz (Dabringhausen) hofft auf eine Zeit von unter 49 Sekunden. "Mit einem fliegenden Start sollte das möglich sein." Fliegender Start, weil er nicht als Erster, sondern als Zweiter ins Wasser springen wird. "Wenn ich mich für das Finale qualifizieren sollte, werde ich dort dann als Dritter ins Rennen gehen."
Auch Schmitz glaubt an die Stärken seines Schützlings. "Er hatte zwischendurch zwar ein paar Schulterprobleme, aber die sind Vergangenheit. Christoph ist gut in Form." Zuletzt waren Fildebrandt und sein Coach hauptsächlich per Telefon in Kontakt, da er in Heidelberg trainierte. Zuvor hatte das Duo in Dormagen viel an den Wenden gefeilt. Schmitz: "Da mussten wir was tun - auch in Hinblick auf die Kurzbahn-Saison im Winter."
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