Fußball: Aufatmen im Eifgen
VON GERHARD PICK - zuletzt aktualisiert: 07.04.2008Der SV 09/35 Wermelskirchen sicherte sich gegen den SV Kupferdreh beim späten 1:0-Erfolg drei wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Gleiches gelang der TG Hilgen gegen das Schlusslicht aus Neviges. Dafür kassierte der FC Remscheid in Burgaltendorf eine 1:2-Niederlage.
Am Ende zählten nur die Punkte, und die blieben durch das knappe 1:0 (0:0) beim SV 09/35 Wermelskirchen im Eifgen. Der Gast des SV 09/19 Kupferdreh ging dagegen leer aus. Zurecht, denn das Tor des Tages, das vier Minuten vor Spielende fiel, war verdient und sehenswert.
Sowohl in der Vorbereitung, als Serkan Hacisalihoglu beherzt nachsetzte, sich den verloren geglaubten Ball zurückholte und Hakan Sagmak anspielte, als auch bei dessen Solo, als er zuerst den Gästekeeper Gero Saurenhaus austanzte und danach die Nerven behielt, um den Ball an der Abwehr vorbei ins Tor zu versenken.
Da purzelte den Wermelskirchener eine Zentnerlast von den Schultern, wenngleich der Treffer noch lange keine Gewähr für den Erfolg war. Denn wenig später hielt SV-Torhüter Christian Hubo den Ball nach einem Freistoß nicht fest, zum Glück trafen die Gäste auch diesmal nicht. Da musste das Trainergespann Gerd Kentschke/Roger Lapscheck tief durchatmen, die schon wieder den Erfolg gefährdet sahen – wie zuletzt in Sudberg.
Dabei war das, was sich die Wermelskirchener gestern im Eifgen leisteten, durchaus nicht mit dem zu vergleichen, was sie eine Woche zuvor in Sudberg geboten hatten. Da hatten sie um Klassen besser gespielt und doch verloren. Diesmal waren die Leistungen beider Kontrahenten gewiss nicht Landesligareif. Stadionsprecher Peter Leonhardt sprach gar von „Rumpelfußball“, was angesichts des arg in Mitleidenschaft gezogenen Eifgen-Rasens sogar noch verständlich war.
Für Coach Gerd Kentschke war das, was sein Team gegen die schwachen Essener Gäste produzierte, vor allem „Abstiegskampf pur“. Und dafür zeigte der Trainer Verständnis, solange am Ende doch noch drei Punkte herausspringen: „Nur die zählen wirklich!“ Und so wird man bereits am Mittwoch, wenn der SV 09/35 den Ortsnachbarn FCR empfängt, nicht mehr davon sprechen, dass den Wermelskirchenern gestern wenig gelang.
Denn Hubo patzte im SV 09/35-Tor ebenso wie Sagmak auf dem Feld, der bereits nach zwei Minuten einen Querpass ins gegnerische Tor hätte drücken müssen – doch er begriff zu spät, welch gute Gelegenheit sich da bot. Fehler machten aber auch andere. Auch Ramazan Yilmaz, der sich abrackerte und sich mit guten Aktionen empfahl.
Ein Lichtblick im allgemeinen Dunkel, in dem anscheinend kein Wermelskirchener ein Auge für die Spielsituation hatte. In dem jeder Angriffszug mit einem Fehlpass oder durch zu langes Ballhalten weit vor dem Essener Tor endete.
Nur gut, dass Kupferdreh ebenfalls einen Fehler nach dem anderen machte. Zum Beispiel Goalgetter Markus Dymala, der dem Torerfolg vergebens hinterher läuft. Oder Torhüter Saurenhaus, der 20 Minuten vor Schluss über einen zurückrollenden Ball säbelte.
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