Auswärtssieg, doch Kentschke ist „stinksauer“
zuletzt aktualisiert: 20.10.2008Landesliga, Duisburger SV – SV 09/35 Wermelskirchen 1:2 (1:0) – Ihre Aufgabe haben die Wermelskirchener mit dem Sieg allemal gelöst. Allerdings nicht so, wie es Trainer Gerd Kentschke gern gesehen hätte. „Ich bin stinksauer auf die Mannschaft“, zeigte er sich auch nach dem Spiel immer noch verärgert darüber, dass seine Schützlinge nicht mehr aus ihren zahlreichen Chancen gemacht hatten. „Ein 10:2 wäre drin gewesen“, glaubt Kentschke, denn allein fünfmal wurden Alleingänge aufs Duisburger Tor nicht zu Treffern genutzt. Das Team habe „sensationell guten Fußball gespielt, und sensationell eine Chance nach der anderen vergeben“, grantelte Kentschke.
Das galt vor allem für die Zeit nach der Pause. Bis dahin lagen die Wermelskirchener nach frühem Treffer von Andreas Lausberg (9.) 0:1 zurück. Die Wende besorgte Benjamin Grgic gleich nach dem Seitenwechsel, als er nach einer Ecke mit dem Kopf traf. Ein überraschender Treffer, denn diese Art Tore ist man im Eifgen nicht von dem Wermelskirchener gewöhnt. Beinahe ebenso überraschend fiel der Siegtreffer durch Sinan Ceyhan, der nach der Pause für Hakan Sagmak eingewechselt wurde und sich dafür mit dem 2:1 kurz vor Schluss bedankte. Da hatten die Wermelskirchener bereits zahlreiche weitere Möglichkeiten kläglich vergeben. Wie so oft hätte sich diese Nachlässigkeit beinahe sogar noch gerächt, wenn nicht SV-Keeper Daniel Türk in vorletzter Minute mit einer Glanzparade den Ausgleich verhindert hätte. Den hatten die Duisburger nämlich auf dem Fuß, obwohl sie in den letzten sechs Minuten nach einer Gelb-roten Karte für in Unterzahl spielten.
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