Fußball: Auszeit bei den TS Struck
VON MICHAEL IN'T ZANDT - zuletzt aktualisiert: 22.07.2010Die Turn- und Sportfreunde bekommen keine spielfähige Mannschaft zusammen und ziehen sich aus der Fußball-Kreisliga A zurück. Im nächsten Jahr soll es mit dem eigenen Nachwuchs als Basis einen Neuanfang geben.
Die Turn- und Sportfreunde Struck stellen den Spielbetrieb bei den Senioren ein – vorläufig jedenfalls. "Das haben wir im Vorstand beschlossen, weil wir keine spielfähige Mannschaft für die nächste Saison zusammenbekommen", erklärte der Vorsitzende Dirk Aukschlat. Auslöser war der Abgang von neun Spieler aus dem letztjährigen Kader des Fußball-A-Ligisten, der immerhin den vierten Platz in der Abschlusstabelle belegt hatte. Alle Versuche, die entstandenen Lücken zu stopfen, schlugen fehl.
Am Dienstagabend hatten Aukschlat und seine Vorstandskollegen bei einem Treffen im Vereinsheim Mitgliedern, Freunden und Gönnern die prekäre Situation noch einmal erläutert. "Wir sind überrollt worden", sagte der Vorsitzende, der die vergangenen Monate noch einmal Revue passieren ließ. Angefangen bei der zweiten Mannschaft, die nach einigen Verfehlungen zurückgezogen wurde, über das gute Abschneiden der ersten Mannschaft, die fast die Hälfte der Saison ohne etatmäßigen Torhüter auskommen musste, bis hin zu den schicksalhaften Wochen, die nun das vorläufige Ende des Senioren-Fußballs am Neuenhof bedeuten. "Wir haben alles versucht", sagte Aukschlat, doch keine Maßnahme habe gefruchtet, auch nicht der Trainerwechsel von Viktor Bridaitis zu Jörg Güntsch.
Neuenhof bleibt
Beim Treffen im Strucker Vereinsheim war auch Bernd Fiedler. Der Remscheider Sportamtsleiter konnte die Anwesenden, die sich aktuell Sorgen um den weiteren Fortbestand der sportlichen Heimat der Strucker machten, beruhigen: "Die Schließung des Sportplatzes Neuenhof ist derzeit kein Thema."
Spielgemeinschaft mit dem FCR
"Wir haben dann im Vorstand überlegt, was wir noch machen können", erklärte der Vorsitzende, für den am Ende noch zwei Optionen zur Debatte standen. Eine war, mit dem FC Remscheid eine Spielgemeinschaft zu bilden. Die Gespräche mit FCR-Präsident Dieter Maar, Vize Claus Rodeck und dem Sportlichen Leiter Christian Genau verliefen verheißungsvoll. Aukschlat und Rodeck suchten den Kontakt zum Vorsitzenden des Fußballkreises Henning Weber, um sich über die Regularien zu informieren. Nach vielen vergeblichen Versuchen hätte sich Weber schließlich am Montag bei Rodeck gemeldet, sei von der Idee begeistert gewesen und wollte sich am gleichen Abend noch einmal melden. "Auf den Anruf warten wir heute noch", sagte Aukschlat, der nicht gut zu sprechen ist auf den Kreisvorsitzenden. "Er hat sich nicht einmal mit TS Struck in Verbindung setzt, obwohl er um die Situation wusste." Damit war diese Option für Aukschlat hinfällig. Nun wird die zweite geprüft, in den Betriebssport zu gehen.
"Wir werden im nächsten Jahr in der Kreisliga B neu anfangen. Dann kommen zehn A-Jugendliche raus", blickte der Vorsitzende nach vorne und gab sich kämpferisch: "Das schaffen wir schon." Bis dahin werden sich die Strucker verstärkt um den Nachwuchs kümmern. Vier Teams sind für die kommende Saison gemeldet – und es sollen noch mehr werden.
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