Handball: „Deutliche Steigerung“
VON HENNING SCHLÜTER - zuletzt aktualisiert: 26.02.2007Punkt gewonnen? Sieg verschenkt? Die nach einem Remis gern gestellten Fragen beantwortete HGR-Damen-Trainer Jörg Freund nach dem 28:28 (14:12) bei Teutonia Riemke für sich ebenfalls mit einem Unentschieden: „Wir hatten zum Schluss sicher die Chance, das Spiel zu gewinnen. Aber wir sind bewusst nicht volles Risiko gegangen, um den Punktgewinn nicht zu gefährden.“
Damit spielte er nach durchweg ausgeglichenem Verlauf auf die emotionsgeladene Schlussphase an, in der vor allem den beiden Unparteiischen die Partie aus dem Ruder zu laufen drohte. „Merkwürdige Entscheidungen auf beiden Seiten“ blieben Freund im Gedächtnis haften, was aus Sicht der Remscheiderinnen allerdings dazu führte, dass ein 28:26-Vorsprung von den Gastgeberinnen aus Bochum noch egalisiert wurde.
Und dann stellte sich 40 Sekunden vor dem Ende eben die Frage nach der Risikobereitschaft. Die HGR entschied sich dafür, die Zeit herunterzuspielen und erst kurz vor Ultimo den vielleicht Sieg bringenden Abschluss zu suchen. Der verfing sich aber in der Bochumer Deckung, so dass sich die Teams die Punkte teilen mussten.
„Kein Beinbruch“, befand Freund, zumal er bei seinen Schützlingen einen Aufwärtstrend ausgemacht hatte: „Wir haben uns gegenüber dem Verl-Spiel deutlich gesteigert und sind auf dem richtigen Weg.“ Allerdings erkannte der Coach auch noch Verbesserungswürdiges. „Zum Beispiel lastet im Angriff zu viel Verantwortung auf den Schultern von Caro Fisch. Da macht sich eben immer mal wieder negativ bemerkbar, dass uns mit Anna Krajnik eine gelernte Rückraumspielerin fehlt.“
Aber insgesamt überwog beim Coach der positive Eindruck: „Wir haben spielerisch phasenweise schon sehr ordentlich agiert. Und auch unsere Torhüterin Julia Huppertz hat eine gute Leistung geboten.“
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