Behindertensport fördern
zuletzt aktualisiert: 11.06.2008So erfreulich es ist, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Landesmeisterschaften des Behinderten-Sportverbands Nordrhein-Westfalen (BSNW) im Remscheider Sportbad nun bereits zum zweiten Mal zeigten, zufrieden sein durften die Verantwortlichen mit dem Erreichten (noch) nicht. Weniger deshalb, weil statt der 80 oder sogar 90 Aktiven nur gut die Hälfte startete. Dafür gab es triftige Gründe. Enttäuschend war vielmehr, dass außer Vereinssportlerinnen und -sportlern keine „Neuen“ mitmachten. So hatte Marion Haasfalla, die als Leistungssport-Koordinatorin Schwimmen im BSNW fungiert, alle Förderschulen im Umkreis angeschrieben und auf die „offenen Meisterschaften“ hingewiesen, an denen jeder teilnehmen durfte, auch ohne Vereinsbindung. „Es gab keine Rückmeldung, nicht einmal eine Absage“, war die Leverkusenerin enttäuscht.
Dabei sollen solche Titelkämpfe gerade auch dazu dienen, weitere Aktive für den Behindertensport zu gewinnen. Das ist auch ein Anliegen von Stephan Schürmann vom Reinshagener TB. Der meldete seinen Sohn Hannes 2005 beim TSV Bayer 04 Leverkusen an, weil es im Bergischen ansonsten kein entsprechendes Schwimm-Angebot für Kinder und Jugendliche gab.
Ein solches Angebot möchte Schürmann nun in Remscheid gemeinsam mit Martin Kembügler beim Remscheider TV ins Leben rufen. „Nicht in Konkurrenz zum BRS im Hastener TV“, betont Schürmann. Vielmehr sollen sich die Angebote ergänzen. Bevor es allerdings richtig losgehen kann, müssen sich erst einmal genügend Aktive finden. Am einfachsten wäre es, wenn sie von Kindergärten oder Schulen den „heißen Tipp“ erhielten und sich meldeten. Dann könnte auch ein entsprechendes Programm entwickelt werden.
Kontakt: Stephan Schürmann, Tel. 02191 – 71 66 3.
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