Handball: "Das Paket hat mich überzeugt"
zuletzt aktualisiert: 03.04.2009mit TuS-Neuzugang Robert Heinrichs (HSG Düsseldorf)
Im Anschluss an die 24:31-Niederlage im Spitzenspiel gegen Korschenbroich präsentierte der TuS Niederwermelskirchen mit Rückraumspieler Dirk van Walsem (TVE Bad Münstereifel) und Spielmacher Daniel Gerling (LIT Nordhemmern/Mindenerwald) seine Neuzugänge für die kommende Spielzeit. Der "Königstransfer" war jedoch Robert Heinrichs, Kreisläufer und Abwehrchef von Zweitliga-Tabellenführer HSG Düsseldorf.
Herr Heinrichs, wurde Ihnen nach der Lehrstunde, die Ihr künftiger Klub TuS Niederwermelskirchen gegen Korschenbroich erhielt, für die kommende Spielzeit Angst und Bange?
Heinrichs Nein, absolut nicht. Der TVK betreibt einen ganz anderen Aufwand, trainiert viel öfter. Zudem ist Korschenbroich aus der Zweiten Liga abgestiegen und hat dadurch ein viel professionelleres Umfeld. Die werden auch künftig in der Zweiten Liga eine gute Rolle spielen. Der TuS hat als Aufsteiger eine tolle Saison gespielt und wird sich kontinuierlich weiter steigern.
Dabei sollen Sie künftig als Führungsspieler eine tragende Rolle spielen. Düsseldorfs Rückkehr in die erste Bundesliga steht so gut wie fest. Warum der "Rückwärtsgang", obwohl Sie im nächsten Jahr gegen Kiel oder Hamburg hätten spielen können?
Heinrichs Sicher reizt die Bundesliga jeden Handballer. Aber ich steige – wenn nichts mehr schief geht – schon zum dritten Mal in die Bundesliga auf, das ist also kein Neuland für mich. Außerdem bin jetzt 33 Jahre alt. Ich habe Familie und möchte auch aus beruflichen Gründen sportlich ein wenig kürzer treten. Zudem passte es in Düsseldorf im Moment nicht mehr hundertprozentig.
Warum ausgerechnet ein Wechsel zum TuS? Wie kam der Kontakt zustande?
Heinrichs Ich habe gemeinsam mit Spielertrainer Lars Hepp im vergangenen September die B-Lizenz gemacht. Seither bestand Kontakt. Der TuS wusste, dass mein Vertrag ausläuft und hat sich wirklich intensiv um mich bemüht. Das komplette Angebot war einfach super, ich konnte es nicht ausschlagen. Außerdem motiviert mich die Perspektive, hier etwas aufzubauen. Das Gesamtpaket hat mich überzeugt.
Welche Ziele haben Sie denn mit dem TuS für die kommende Saison? Was ist mit diesem Verein Ihrer Erfahrung nach möglich?
Heinrichs Der TuS hat großes Potenzial. Als Aufsteiger wird eine sehr gute Saison in der Spitzengruppe abgeschlossen. Wir sollten im nächsten Jahr versuchen, das zu toppen. Bei optimalem Verlauf muss der Zweitligaaufstieg keine Utopie sein. Aber vorher werde ich für den Aufstieg der HSG Düsseldorf alles geben. Erst danach ist Niederwermelskirchen dran.
Das Gespräch führte BM-Mitarbeiter Stefan Blamov.
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