Fußball: Derby mit Nervenkitzel-Geschichte
VON WOLFGANG SZODROWSKI - zuletzt aktualisiert: 03.04.2009Wenn sich in der Landesliga der FC Remscheid und Vohwinkel gegenüber standen, gab es selten ein normales Spiel. Am Sonntag kommt es im Röntgen-Stadion zur Neuauflage. Während der FCR dann um den Aufstieg kämpft, stehen die Kreisrivalen SV 09/35, Hilgen (beide Landesliga) und Türkgücü (Bezirksliga) in ihren Partien mit dem Rücken zur Wand.
Nervenkitzel pur – das war bislang immer garantiert, wenn der FC Remscheid und der FSV Vohwinkel aufeinander getroffen sind. Unvergessen ist die Partie im Röntgen-Stadion zum Ende der vergangenen Saison, als die Elf von Trainer Zeljko Nikolic nach zwei Platzverweisen und einem Rückstand das Spiel noch drehte und den Platz doch als Sieger verließ.
Auch die Begegnung im vergangenen Herbst hatte es in sich. Damals leistete sich FCR-Torhüter Christian Steinhauer in der Nachspielzeit ein unnötiges Foul an Ex-Profi Holger Gaißmayer, das den Wuppertalern zu einem Strafstoß und damit zum 2:2-Ausgleich verhalf. Am Sonntag (15 Uhr) treffen beide Klubs im Röntgen-Stadion erneut aufeinander und man darf gespannt sein, was die Nachbarn diesmal zu bieten haben.
Die als Mitfavorit in die Saison gestarteten Vohwinkeler konnten dieser Rolle wegen einer Vielzahl von verletzten Stammspielern nie gerecht werden, litten aber auch unter internen Querelen. So steht mit Ex-Profi Holger Gaißmayer bereits der dritte Trainer auf der Kommandobrücke, Torjäger Xifaras verließ den FSV in der Winterpause. Für FCR-Trainer Zeljko Nikolic sind das jedoch keine Gründe, die Wuppertaler zu unterschätzen. "Die Mannschaft hat ihre Qualität", ist sich der Coach sicher, aber auch er weiß, dass Unruhen im Verein der Leistung selten förderlich sind.
Alles andere als Unfrieden herrscht derzeit beim FCR. "Die Mannschaft hat in Essen-West gezeigt, dass sie unbedingt aufsteigen will", war Trainer Zeljko Nikolic vom Auftreten seiner Schützlinge angetan. Aber das ist für ihn schon wieder Schnee von gestern.
Er beschäftigt sich längst mit den nächsten Aufgaben. "Wir haben jetzt zwei Heimspiele, und wenn wir beide gewinnen, dann haben wir eine sehr gute Position", sagt Nikolic, der dabei aber das Wort "Aufstieg" vermeidet.
Froh ist der Coach, dass in dieser Woche Frank Schön ebenso wieder am Mannschaftstraining teilgenommen hat wie Markus Hosnjak. "Sie sind aber für Sonntag noch kein Thema", sagt Nikolic, der auch auf Sebastian Grund nach abgelaufener Rot-Sperre zurück greifen kann.
Sorgen bereitet ihm hingegen Markus Prentzel. Der Stürmer, der den FCR in Essen zum Sieg schoss, leidet unter Achillessehnenproblemen. Und so verfährt Zeljko Nikolic nach dem bewährten Schema: Bis Sonntag warten und schauen, wer fit ist und auflaufen kann.
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