Die Uhr tickt
VON AXEL KARJETTA - zuletzt aktualisiert: 02.09.2006In 50 Tagen fällt in Kailua-Kona, der Startschuss für den berühmten Ironman-Triathlon auf Hawaii. Am Start ist dann auch der Lenneper Axel Karjetta, den die BM bei seiner Vorbereitung auf das Topereignis begleitet.
Da habe ich jetzt das Erlebnis, was sicherlich für fast jeden Triathleten ein Wunschtraum ist, aber für die meisten unerreichbar bleibt: Ich habe mich in meiner Altersklasse (M 45) für die Triathlon-Weltmeisterschaft in Kona auf Hawaii qualifiziert. Dabei wollte ich bei meinem Start am 23. Juli in Frankfurt beim „Ironman European Championchip“ eigentlich nur eins: unter 11 Stunden ins Ziel kommen.
Dass ich letztendlich fast 40 Minuten schneller gewesen bin als bei meiner ersten Frankfurt-Teilnahme 2003, war sensationell. Dass dann noch die Qualifikation für Hawaii hinzu kam, grenzte fast am Wahnsinn.
Fragen über Fragen . . .
Jetzt, fünf Wochen nach Frankfurt, sind immer noch etliche Dinge für die reise auf die Insel zu organisieren. Wer bietet solch eine spezielle Reise an? Oder: Wo bekomme ich einen Radkoffer her? Ich besitzt keinen Radkoffer, und für einmal verreisen wollte ich mir keinenzulegen. Fragen über Fragen . . .
Zum Glück habe ich aber gute Kontakte, und mittlerweile haben wir die Planungen für die Reise in großen Teilen beendet. Wir, das sind Rita Keitmann aus Dortmund, Heidi Rothgang aus Herscheid und deren Lebenspartner Michael Mandel. Rita hat sich in der W 50 beim „Ironman Kärnten“ in 10.50 Stunden als Erste ihrer Alterklasse qualifiziert. Heidi buchte das Hawaii-Ticket beim „Ironman Kanada“ in 10.33 Stunden als Etste der W 35 und Zwölfte der gesamtwertung. Und Michael qualifiziert sich beim „Ironman Florida“ in 9.31 Stunden (47. Gesamt; 4. der M 35). Wir werden also eine kleine Reisegruppe bilden und am 12. Oktober nach Hawaii fliegen. Begleitet werden wir von sechs weiteren Personen – sagen wir einfach mal unserem Betreuerstab –, unter dem sich auch mein ältester Sohn Florian befinden wird.
Grundsätzlich war für die Zeit nach Frankfurt sportlich nichts Konkretes vorgesehen, vielleicht ein oder zwei kleinere Triathlonwettkämpfe. Aber jetzt . . . Statt einen Ironman in diesem Jahr mache ich nun gleich zwei in drei Monaten! So musste ich mich umorientieren und werde das Training bis zum Herbst verlängern. Damit ich schnell genug aus dem Meerwasser bin, bevor die Haie kommen.
Wette mit Arnd Bader
Um im Rhythmus zu bleiben, habe ich mich für den morgigen Sonntag beim Köln-Triathlon angemeldet. Eine Mitteldistanz mit 2,5 km Schwimmen, 88 km Radfahren und 21 km Laufen. Heute werde ich mit drei weiteren Mitstreitern (Jörg Kohlhoff, Thomas Schad und Herbert Werner) als Mannschaft im Remscheider Allee-Center gegen Arnd Bader eine Sportlerwette bestreiten. Im Rahmen der Demenz-Tage. Eine Teilnahme, über die ich mich persönlich sehr freue und die für mich selbstverständlich ist, weil es in meiner Familie auch einen Fall von Altersdemenz gibt.
Einigen Menschen war ja bekannt, welche Sportart ich in meiner Freizeit betreibe. Dass es jetzt eine so große Anzahl von Menschen gibt, die positiv an diesem Ereignis teilnehmen, das war mir nicht bewusst. Sicher: Die Zeitungsberichte in der örtlichen Presse haben sehr stark dazu beigetragen. Aber es ist sehr schön darüber zu berichten, weil fast jeder auch andere Fragen dazu hat.
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