Rollhockey: DM-Bronze für den VfB
VON HENNING SCHLÜTER - zuletzt aktualisiert: 08.06.2009Bei der Endrunde um die Deutsche Rollhockey-Meisterschaft auf der ungewohnten Außenbahn im fränkischen Ansbach sicherte sich der VfB 06/08 Remscheid den dritten Platz. Die Finalteilnahme war möglich.
Silber angepeilt, Bronze gewonnen – mit dem Abschneiden bei der in Ansbach ausgespielten Deutschen Meisterschaft der Rollhockey-Junioren war Marcell Wienberg trotzdem zufrieden. "Dass wir Herringen nicht vom Thron stoßen konnten, war vorher klar. Aber die Finalteilnahme wäre möglich gewesen. Trotzdem hat sich die Mannschaft gut verkauft", befand der Coach, der zugleich auch die Bundesliga-Herren des VfB trainiert.
In der Vorrunde hatte der VfB mit Walsum, Herringen und Darmstadt die "Todesgruppe" (Wienberg) erwischt. Aber das war nicht die einzige Hürde, die es zu überwinden galt. Die zweite war die Ansbacher Außenbahn, die dritte das Wetter. Und so feierten die Remscheider im ersten Spiel ihren 6:4-Erfolg über Walsum im strömenden Regen. Im zweiten Spiel gegen Titelverteidiger Herringen, das mit sieben Erstliga-Spielern angetreten war, blieb es zwar trocken, dafür gab's ergebnistechnisch beim 5:10 eine kalte Dusche. Das dritte und entscheidende Spiel um den Halbfinal-Einzug gegen Darmstadt wurde dann wieder beregnet, dafür aber glücklich mit 2:1 gewonnen.
Der Bronze-Kader
Für den VfB 06/08 Remscheid spielten in Ansbach: Maurice Brockmann, Jan Jäger (Tor) – Mario Martins, Yannick Peinke, Christian Giese, Marius Melchers, Maximilian Richter, André Wehner, Yannic Brockmann und Fabian Selbach. Paul Oesterle durfte aufgrund einer Fehlinformation (nur zehn Akteure waren spielberechtigt) nicht spielen, nahm am Ende des Turniers aber den Pokal im Empfang.
Damit kam es in der Vorschlussrunde zum Überkreuzvergleich mit dem HSV Krefeld, dem Sieger der zweiten, erheblich schwächer besetzten Vorrundengruppe. Dennoch musste sich der VfB hier angesichts zahlreicher vergebener Chancen mit 1:3 (1:1) beugen. "Da war mehr drin, aber wer das Tor nicht trifft . . .", sagte Wienberg und kleidete damit einmal mehr ein sich hartnäckig haltendes Remscheider Rollhockey-Trauma in Worte.
Kein Problem hatte der VfB schließlich im Spiel um Platz drei. Hier fertigte die Mannschaft den Nachbarn RSC Cronenberg mit 8:3 ab. "Insgesamt hat sich die Mannschaft gut verkauft", fand Marcell Wienberg, der der DM im nächsten Jahr bereits erwartungsfroh entgegensieht. Denn bis auf Mario Martins, der in den Senioren-Kader wechselt, bleibt die Mannschaft komplett beisammen.
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