Fußball: Doktor Nikolic
VON WOLFGANG SZODROWSKI - zuletzt aktualisiert: 14.03.2008Der Trainer des FC Remscheid kommt sich manchmal vor wie ein Mediziner: Vor dem Heimspiel am Sonntag gegen die Tgd. Essen-West steht beim Fußball-Landesligisten der Einsatz von acht Spielern auf der Kippe.
Mit zwei Siegen erwischte Landesligist FC Remscheid einen geradezu perfekten Start ins neue Jahr und wurde dabei nur von einer Mannschaft übertroffen: der Tgd. Essen-West. Die Ruhrstädter hatten noch ein Nachholspiel zu absolvieren und kamen dadurch auf drei „Dreier“ in Serie. Am Sonntag (15 Uhr) haben die Remscheider im Röntgen-Stadion nun die Chance, mit den Essenern gleichzuziehen, wenn sie im direkten Aufeinandertreffen gewinnen.
Doch die Partie gegen den derzeitigen Tabellenfünften stellt die Bergischen vor große Probleme. „Unsere Situation ist so schlimm wie noch nie“, spielt FCR-Trainer Zeljko Nikolic auf die akute Personalnot des ehemaligen Zweitligisten an. Die war schon zuletzt nicht rosig, spitzt sich aber immer weiter zu.
Vorgänger überholt
Stolze 13 Punkte hat Zeljko Nikolic seit seinem Amtsantritt beim FCR geholt. In sieben Spielen. Seine Vorgänger erzielten in zwölf Partien nur zwölf Zähler.
Spricht man in diesen Tage mit Nikolic, so beschleicht einen das Gefühl, sich eher mit einem Mediziner als mit einem Trainer zu unterhalten. Denn dann fängt „Niko“ an, die Liste der verletzten Akteuren gebetsmühlenartig abzuarbeiten. Sie fängt an bei Markus Hosnjak (Knieprobleme) und hört bei Nikos Kapassas (Militärdienst in Griechenland) auf. Dazwischen nennt Zeljko Nikolic aber noch weitere Namen, deren Einsatz am Sonntag so gut wie unmöglich erscheint – oder aber zumindest ernsthaft auf der Kippe steht. Dazu gehören Ömer Balci, Denis Grolewski, Volkan Yilmaz, Ernst Cebula, Marko Wronischewsky und Markus Maxellon. „Vielleicht gelingt es uns trotzdem, am Sonntag elf Spieler auflaufen zu lassen. Aber da sind dann in jedem Fall nur ganz wenige dabei, die in den letzten Tagen ohne Probleme trainieren konnten“, sagt Zeljko Nikolic.
Dennoch erwartet der FCR-Trainer von denen, die auflaufen, dass sie alles geben. „Essen ist ein sehr unangenehmer Gegner, aber wir werden versuchen, ein positives Ergebnis zu erreichen“, sagt Nikolic, der wieder darauf baut, dass die zuletzt starke Defensivabteilung Essens Torjäger Fechtali nicht zur Entfaltung kommen lässt. In Hilgen ist das gegen Marcus Banken sehr gut gelungen, und das war auch ein Verdienst von Frank Schön. Der ehemalige Schalker Bundesligaprofi spielte wie schon zuvor gegen Rellinghausen stark und wurde endlich zum erhofften Führungsspieler.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum