Fußball: Experiment misslungen
VON MICHAEL IN'T ZANDT - zuletzt aktualisiert: 07.02.2012Fußball (RP). Gestern Abend wurde der zweite Versuch gestartet, das Röntgen-Stadion für das Pokalspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen "abendspielfähig" zu machen. Die eingesetzten Ballone blendeten zwar nicht, dafür fehlte die nötige Leuchtkraft. Nun wird nach Alternativen gesucht.
Ein Flutlichtspiel im Lenneper Röntgen-Stadion wird wohl vorerst ein Traum bleiben. Gestern Abend wurde der zweite Versuch gestartet, mit einer mobilen Leuchtanlage Licht ins dunkle Stadionrund zu bekommen, um das Niederrheinpokalspiel gegen den Drittligisten Rot-Weiß Oberhausen zum vorgesehenen Zeitpunkt stattfinden zu lassen. Angesetzt ist die Partie nämlich für den 22. Januar, einem Mittwoch. Doch auch der Einsatz der Leuchtballone, in Fachkreisen als "Powermoon" bekannt, bestanden den Praxistest nicht.
"Das mobile Fluchtlicht ist hell genug, blendet aber. Die Ballone blenden nicht, sind aber nicht hell genug", lautete das frustrierende Fazit von Mike Zintner, Team-Manager des Fußball-Landesligisten FC Remscheid, der noch einmal ausdrücklich dem Technischen Hilfswerk aus Wermelskirchen für die Bemühungen dankte.
Alternative 1. April
Bei den Profi-Clubs hat die Meisterschaft Vorrang vor dem Verbandspokal. Deshalb gibt es nur eine Möglichkeit, die Partie an einem Sonntag in Remscheid stattfinden zulassen. Das wäre der 1. April. Oberhausen muss laut Spielplan am Freitag, dem 30. März, in Osnabrück antreten und könnte somit zwei Tage später in Remscheid auflaufen. In diesem Fall würde dann das Meisterschaftsspiel des FCR gegen Nievenheim auf einen anderen Tag verlegt.
Dass Powermoon einfach die Power fehlte, erkannten die Anwesenden rasch. "Die Lichtstärke reicht nicht und der Einstrahlwinkel zu gering. Das klappt nicht", meinte Reinhold Dohmen vom Fußballausschuss des FVN. "Hinzu kommt, dass die Sicherheit der Sportler nicht gewährleistet ist", fügte Henning Weber, Vorsitzender des Kreises 14 Remscheid, hinzu. Somit war das Thema "Powermoon" schnell vom Tisch. Ebenso schnell wurde nach möglichen Alternativen gesucht.
"Dann spielen wir eben an dem Mittwoch um 14 Uhr", war ein Vorschlag des FCR-Ehrenpräsidenten Bernd Koch. Denn auch für ihn ist der Tausch des Heimrechts die schlechteste aller Alternativen. "Der Tausch ist das letzte aller Mittel", machte dann auch Dohmen noch einmal deutlich. "Es ist schade, dass es im ganzen Kreis 14 keine Möglichkeit gibt, so ein Spiel auszutragen", sagte Zintner enttäuscht. Denn die Alternativen Jahnplatz in Lüttringhausen und der Platz am Stadtpark, die vom Verband genehmigt worden wären, wurden von der Polizei aus Sicherheitsbedenken und im Falle des Jahnplatzes zusätzlich wegen des zu erwartenden Verkehrsproblems abgelehnt.
"Warum wird das Spiel denn nicht auf Ende März/Anfang April verlegt? Dann gäbe es überhaupt keine Probleme", betonte Koch, zumal die nächste Runde erst vom 3. bis zum 5. April stattfinden wird.
Und angesichts des "Bergischen Winters", der auch nach Meinung Webers weder bei der Auslosung, noch bei der Ansetzung der Partie genügend berücksichtigt wurde, ist es ohnehin fraglich, ob die Begegnung in den kommenden Wochen stattfinden kann. Wie es nun weitergeht, entscheidet letztlich der Vorsitzender des FVN-Fußballausschusses, Wolfgang Jades.
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