Handball: Familienbande beim HCW
VON MICHAEL IN'T ZANDT - zuletzt aktualisiert: 10.02.2010Der HC Wermelskirchen stellt sich für die kommende Spielzeit personell neu auf. Dirk Brzoskowski gibt sein Amt als Spielertrainer ab und wird Sportlicher Leiter. Neue Trainerin wird seine Gattin Annekatrin.
Handball-Landesligist HC Wermelskirchen stehen für die kommende Saison personelle Umstrukturierungen ins Haus. Im Mittelpunkt steht die Familie Brzoskowski.
Dirk Brzoskowski wird sein Amt als Spielertrainer aufgeben und in Zukunft nur noch als Spieler sowie als Sportlicher Leiter fungieren, seine Gattin Annekatrin, die derzeit noch Spielertrainerin bei den Regionalliga-Damen des HSV Gräfrath ist, wird neue Trainerin beim HCW. Zudem wird Jens Greffin nicht mehr als Co-Trainer fungieren. "Wir erhoffen uns davon einen neuen Schwung", sagt Thomas George, der sich zukünftig verstärkt um den administrativen Bereich kümmern wird.
Vier Trägervereine
Der Handballclub Wermelskirchen wurde 2007 als Spielgemeinschaft für Seniorenteams aus der Taufe gehoben. Trägervereine sind der SV 09/35 Wermelskirchen, der Wermelskirchener TV, der CVJM Wermelskirchen und der Dabringhausener TV. Derzeit verfügt der HCW über fünf Herren- und eine Damen-Mannschaft.
"Das ist eine interessante Sache. Wir fanden die Idee alle gut", erklärt Dirk Brzoskowski, der sich ebenso wie seine Gattin auf die neuen Aufgaben freut. Aus sportlicher Sicht ist Annekatrin Brzoskowski, für die es die erste Trainerstation im Männerbereich ist, eine ausgewiesene Fachfrau. "Sie hat Ahnung vom Handball", weiß auch George.
"Sie ist Trainingsperfektionist", sagt ihr Mann Dirk. Was die frühere Spielertrainerin der HG Remscheid, die seit 2004 beim HSV Gräfrath ist, drauf hat, davon konnten sich die Wermelskirchener bereits bei gemeinsamen Trainingsabenden mit dem HSV Gräfrath überzeugen. "Die Jungs waren echt begeistert", erinnert sich der HCW-Coach. Auch auf der Bank half seine Gattin bereits aus – mit Erfolg.
Dass diese Konstellation Konfliktpotenzial in sich bergen könnte, bereitet Dirk Brzoskowski wenig Sorgen. "Privates und Sportliches werden wir zu trennen wissen", betont der designierte Sportliche Leiter, für den die Familienbande beim HCW auch noch einen weiteren Vorteil hat: "Wir sehen uns öfter."
Aufstieg zum Einstand
In der Meisterschaft läuft für den HCW bislang alles nach Maß. Nach 16 Spieltagen führen die Wermelskirchener, die in der vorigen Saison noch in der Relegation am Aufstieg gescheitert waren, mit einem Punkt Vorsprung die Tabelle an. "Dort wollen wir auch bleiben. Es wird Zeit, dass wir aus der Landesliga heraus kommen", erklärt der "Noch-Spielertrainer", der mit einem Aufstieg in die Verbandsliga seiner Nachfolgerin ein schönes Einstandsgeschenk machen würde.
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