Fußball: Farbenfroh und unbefriedigend
VON GERHARD PICK - zuletzt aktualisiert: 03.09.2007Rote Karten für Altuntas und Proksza, „Gelb-rot“ für Hacisalihoglu, dazu drei Punkte weg beim 2:3 (0:1) gegen den SV Burgaltendorf – viel schlimmer hätte es für den SV 09/35 Wermelskirchen nicht kommen können. Dabei waren die Wermelskirchener ganz dich davor, wenigstens einen Zähler im Eifgen-Stadion zu behalten. Doch wie bereits beim letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams waren die Essener in den entscheidenden Situationen einfach besser.
Ekoko war schneller
Zum Beispiel im Angriff. Da brachten beide Mannschaften vor der Pause nicht allzu viel zustande. Doch bei einem Freistoß im Mittelfeld war Jeffrey Ekoko schneller am Ball als die Wermelskirchener Abwehr, und sein Kopfball landete zum 0:1 im Wermelskirchener Tor (24.). Auf der Gegenseite scheiterten dagegen Guiseppe Mazzola, Benjamin Grgic und Fitim Cakolli an Torhüter Perez-Hoffmeister, der den SV 09/35 bereits in der vorigen Saison zur Verzweiflung gebracht hatte. Ohne Chance blieb dagegen Serkan Hacisalihoglu, der zwar wegen einer Rückenverletzung schon als Ausfall gemeldet war, dann aber doch auflief.
Nachdem auch die erste Viertelstunde nach der Pause trotz einer deutlichen Ansprache des Trainergespanns Kentschke/Lapscheck keine Änderung brachte, ersetzte Hakan Sagmak den enttäuschenden Cakolli. Ein guter Griff, denn bereits die erste Aktion brachte Hacisalihoglu ins Spiel, der allerdings am Tor vorbei köpfte. Und als Ripke nach einer Stunde Torhüter Christian Hubo mit einem Weitschuss zum 0:2 (63.) überraschte, schien die Partie entschieden. Doch diesmal gelang den Gastgebern die passende Antwort: Nach einem weiteren Pass von Sagmak zog Benjamin Grgic aus der Distanz ab – und traf zum 1:2 (65.). Während die Gäste noch dabei waren, den Schock zu verdauen, schlugen die Wermelskirchener erneut zu: Sagmak sah, dass der Essener Keeper viel zu weit vor seinem Tor stand und überlistete ihn mit einem Heber aus über 30 Metern zum 2:2 (69.). Ein Traumtor, das den Wermelskirchenern den Weg zur Spitze öffnete. Und hätte der kurz zuvor eingewechselte Timm Ruschke per Kopfball den nächsten Treffer geschafft, wer weiß . . .
Hektische Schlussphase
Stattdessen nutzten die Essener den nächsten Fehler der Wermelskirchener Abwehr durch Ekoko zum 2:3 (80.). Das war die Entscheidung, und die folgenden Minuten – einschließlich Nachspielzeit – waren höchst unerfreulich. Mit aller Macht versuchten die Wermelskirchener, die Niederlage abzuwenden, wurden aber hektisch und verloren die Nerven. Zunächst sah Hacisalihoglu Gelb-rot, als er dem Essener Torhüter an der Strafraumgrenze den Ball vom Fuß spitzelte. Gleich darauf musste Serkan Altuntas wegen Schiedsrichterbeleidigung von der Auswechselbank hinter die Bande, und in letzter Sekunde sah Sebastian Proksza nach einem „Frustfoul“ebenfalls die Rote Karte.
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