Handball: Fingerzeig in Richtung Spitze
zuletzt aktualisiert: 16.10.2006Die Regionalliga-Damen der HG Remscheid bleiben weiterhin ungeschlagen. Mit 24:21 (10:12) gewannen die Schützlinge von Trainer Jörg Freund gestern beim Aufsteiger TV Verl, der damit weiterhin auf seine erstes Erfolgserlebnis warten muss. „Für uns war es ein Fingerzeig, dass wir längerfristig oben mitspielen können“, freute sich Freund über den Sieg, der letztlich aufgrund einer starken kämpferischen Leistung im zweiten Durchgang unter Dach und Fach gebracht wurde.
Nominell war die HGR in Bestbesetzung angetreten. Während Nicole Offermann gar nicht und Katharina ten Cate nur kurz eingesetzt wurden, war die „Schonzeit“ von Daniela Hannemann bereits nach 20 Minuten vorbei. Sie spielte in der Abwehr für die durch Grippe geschwächte Caro Fisch.
Die kämpferische Einstellung seiner Mannschaft war in der ersten Halbzeit nicht nach dem Geschmack des Trainers. „Wir haben Dinge gemacht, die wir sonst nicht gemacht haben“, so Freund, dem schon im Vorfeld klar war, dass Verls Trumpfkarte der Kampf war. Und diese stach im ersten Durchgang, so dass die Gastgeberinnen mit einer Zwei-Tore-Führung in die Pause gingen. „In der Kabine haben wir uns dann die passenden Worte gesagt“, meinte Freund. Und diese schienen auf fruchtbaren Boden zu fallen. Als Daniela Hannemann nach 38 Minuten die Rote Karte sah, erwachte der Kampfgeist bei der HGR vollends.
Die Partie war lange Zeit ausgeglichen, ehe die Gäste auf 23:20 wegzogen und somit den Grundstein für den Erfolg legten. „Wir haben uns auf unsere eigenen Stärken konzentriert“, meinte der HGR-Coach, der allerdings von der bislang schlechtesten Partie seines Teams sprach: „Doch wenn man oben steht, gewinnt man auch solche Spiele.“
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