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Handball: First Lady des Handballs

zuletzt aktualisiert: 01.10.2009

mit Renate Wolf. Die Trainerin der Handballerinnen von Bayer Leverkusen bestreitet am Samstag mit ihrer Mannschaft das Europapokal-Hinspiel gegen Zalec (Slowenien) in Radevormwald.

Seit 13 Jahren Bayer-Trainerin: Renate Wolf.  Foto: RPO
Seit 13 Jahren Bayer-Trainerin: Renate Wolf. Foto: RPO

Sie liebt hausgemachtes Möhrengemüse, ihre Hunde Max und Paul – und den Erfolg: Renate Wolf ist zweifellos die First-Lady des Damenhandballs in Deutschland. Als Spielerin war die gebürtige Hammerin achtmal Deutsche Meisterin, gewann mit Lützellinden den Europapokal, spielte 96-mal für Deutschland. Seit 1996 trainiert sie die "Handball-Elfen" von Bayer Leverkusen, mit denen sie am Samstag (18.30 Uhr, Gymnasium-Halle) im Hinspiel des EHF-Pokals in Radevormwald auf den slowenischen Vertreter RK Celeia Zalec trifft. Im Vorfeld der Partie stand Renate Wolf der BM-Sportredaktion Rede und Antwort.

Hatten Sie bisher schon mal Berührungspunkte mit Radevormwald?

Wolf Ja. Ich weiß, dass das ein sehr schönes Städtchen ist. Ich wohne in Odenthal, und da ist es bis Rade ja nur ein Katzensprung. Außerdem weiß ich, dass bei der HSG sehr gute Jugendarbeit geleistet wird. Davon profitieren wir auch bei Bayer. Ich nenne zum Beispiel Leonie Huckenbeck aus unserem Regionalliga-Team. Sie hat im Trainingslager schon sehr positiv auf sich aufmerksam gemacht.

Info

Renate Wolf

. . . ist in Leverkusen nicht nur Trainerin sondern auch Geschäftsführerin. Die Diplom-Sportlehrerin – Spitzname: "Chefchen" – wurde als Coach mit Bayer Pokalsieger (2002) und dreimal Vizemeister. In ihrem aktuellen Kader tummeln sich zahlreiche Nationalspielerinnen. Für den DHB spielten zuletzt beim World Cup in Dänemark Clara Woltering, Sara Walzik, Anna Loerper und Anne Müller. Zudem spielt Lyn Byl für Großbritannien, Katrin Engel für Österreich und Denisa Glankovicova für die Slowakei.

Aber der Kontakt, das Europapokal-Hinspiel in Rade auszurichten, ist über eine andere Schiene gelaufen . . .

Wolf Stimmt. Da hatte die in Ihrer Region bekannte Nicole Patzwall ihre Finger im Spiel. Sie ist Betreuerin der zweiten Mannschaft und hat ihre Beziehungen ins Bergische genutzt.

Warum "exportieren" Sie den EHF-Pokal nach Radevormwald?

Wolf Damit schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen sind wir bemüht, Kosten zu sparen. Deswegen werden beide Spiele gegen Zalec In Deutschland ausgetragen (Das Rückspiel findet am Sonntag, 16 Uhr, in der Smidt-Arena in Leverkusen statt; d. Red.). Zum anderen wollen wir ein bisschen PR für uns machen. Da bietet es sich an, eine Partie im Einzugsbereich auszutragen. Das haben wir in der Vergangenheit schon in Burscheid getan, und jetzt kommen wir gerne nach Radevormwald.

Auf was dürfen sich die Zuschauer am Samstagabend freuen?

Wolf Auf guten Handball von zwei guten Mannschaften. Zalec ist für uns zwar im Detail eine unbekannte Größe. Ich weiß aber, dass sie über einige Talente verfügen und nicht umsonst letzte Woche in einem Testspiel die Nationalmannschaft der Schweiz bezwungen haben.

In Spielen wie am Samstag wird ja gerne experimentiert. Werden wir ihr A-Team zu sehen bekommen, oder geben sie dem Nachwuchs eine Chance?

Wolf Ich bin dafür bekannt, jungen Leuten Spielanteile zu geben. Aber das wäre am Samstag das falsche Signal, denn wir wollen im EHF-Pokal wie im Vorjahr ins Halbfinale. Deswegen beginnen wir volles Rohr mit dem A-Team und gehen kein Risiko ein.

Ist Ihr Kader komplett?

Wolf Wenn sich niemand mehr im Bundesliga-Spiel gegen den Thüringer HC verletzt (wurde am gestrigen Abend ausgetragen; d. Red.) kommen wir ohne personelle Sorgen nach Radevormwald. Auch Denisa Glankovicova (die slowakische Nationalspielerin stammt aus Remscheids Partnerstadt Presov; d. Red.) hat nach einer langer Verletzungspause in der Bundesliga gegen Celle erstmals wieder gespielt und wird dabei sein.

Das Gespräch führte BM-Sportredakteur Henning Schlüter.

Quelle: RP

 
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