Fußball: Grottenschlecht – hüben wie drüben
zuletzt aktualisiert: 07.03.2008Landesliga: SV Burgaltendorf – SV 09/35 Wermelskirchen – Die Kommentare zum ersten Meisterschaftsspiel nach der Winterpause sind beinahe austauschbar: Grottenschlecht seien die Leistungen der Mannschaft gewesen, beinahe Arbeitsverweigerung, heißt es in einem Kommentar auf der eigenen Homepage zur 2:3-Niederlage des SV Burgaltendorf beim Abstiegskandidaten SF Altenessen. Gleiches hätte man auch zum Auftritt des SV 09/35 gegen die Tgd. Essen-West im Eifgen sagen können, der schließlich mit 1:2 endete. Auch SV-Trainer Gerd Kentschke spottete über den mangelnden Einsatz der Wermelskirchener Akteure, die zudem von Spiel zu Spiel ihre persönlichen Fehler pflegen und so manch eigentlich harmlosem Gegner die Punkte förmlich aufdrängen.
Dass es dabei auswärts ein wenig besser läuft, liegt wohl daran, dass sich dann die Gegner mehr ins Zeug legen und somit den Wermelskirchenern Chancen eröffnen. Muss aber nicht sein, warnt Kentschke, beim Nachbarn in Hilgen gab es auch auswärts eine Niederlage. In Burgaltendorf jedoch nicht. Dort spielte man zuletzt am 3. Dezember 2006 und gewann mit 4:0. Danach gab es allerdings im Eifgen zwei Niederlagen: 0:2 am 20. Mai vorigen Jahres, und beim Hinspiel am 2. September eine 2:3-Schlappe. So kurios die Niederlage war, sie war typisch. Zuerst lag Wermelskirchen nach Abwehrschnitzern 0:2 zurück, glich dann durch Benjamin Grgic und Hakan Sagmak in der 65. und 69. Minute aus – um zehn Minuten vor Schluss noch den entscheidenden Gegentreffer zu kassieren. Unvergesslich war auch, dass der SV nach drei Platzverweisen (Hacisalihoglu, Proksza, Altuntas) die Partie mit acht Akteuren beendete.
Eigentlich hätten die Wermelskirchener also viel wieder gut zu machen: Wegen der Niederlage am vorigen Wochenende, wegen der Pleite im Hinspiel. Zudem wäre angesichts der Tabellensituation ebenfalls ein Erfolg nötig. Vielleicht ist es da ein gutes Vorzeichen, dass beim Training zu Wochenbeginn 18 von 22 Akteuren im Eifgen erschienen, wobei sich Hacisalihoglu und Frohn aufs Lauftraining beschränkten. Widera, Proksza, Hämmerling und Samuel, der wegen einer am Sonntag erlittenen Fußverletzung den Arzt konsultierte, fehlten. Ebenso Torhüter Hubo, der sich beim Training verletzte.
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