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Handball: HCW gewinnt das Derby

VON MICHAEL IN'T ZANDT UND STEFAN BLAMOV - zuletzt aktualisiert: 23.11.2009

In der Handball-Landesliga setzt sich der HC Wermelskirchen beim Lüttringhausener TV mit 32:26 durch. Hückeswagen verliert in Wülfrath, Verbandsligist HSG Radevormwald/Herbeck siegt in Erkrath.

Derby-Tänzchen: Der Wermelskirchener Lars Buchholz (links) und der Lüttringhausener Alexander Nicke.  Foto: RPO
Derby-Tänzchen: Der Wermelskirchener Lars Buchholz (links) und der Lüttringhausener Alexander Nicke. Foto: RPO

Handball-Verbandsliga: TuS Erkrath – HSG Radevormwald/Herbeck 24:28 (10:15) – Mit einer mannschaftlich geschlossenen Leistung entführten die Bergstädter im Spiel eins nach Maxim Trufan beide Punkte aus Erkrath. "Ich mächtig stolz auf die Mannschaft", meinte HSG-Trainer Guido Hugo nach der Partie kurz und knapp und verzichtete bewusst darauf, dem einen oder anderen Akteur ein Sonderlob auszusprechen. Kandidaten gab es genug. Beispielsweise Alexander Zapf und Kristian Wiche, die nahezu jede Torchance eiskalt nutzten. Oder Yannik Koch, der trotz Rückenprobleme ein starkes Spiel machte und im Rückraum die Fäden zog. Oder Dennis Kirschsieper, der nach längerer Verletzungspause ein tolles Comeback feierte. Oder Torhüter Nico Nesselrath, der im zweiten Durchgang etliche Würfe der Erkrather entschärfte. Bis zum 7:7 (15.) verlief die Begegnung noch ausgeglichen, ehe sich die Bergstädter, die ohne Christian "Teddy" Ante (privat verhindert) antraten und zudem auf Torben Huckenbeck (hatte sich beim Reifenwechseln den Rücken verknackst), verzichten mussten, auf 10:7 absetzten. Nach dem 15:10 zur Pause hielt die HSG den Gegner auf Distanz und ließ sich weder durch wiederholtes Unterzahlspiel, noch durch das offensive 3:3-Deckungssystem der Erkrather, noch durch den Ausfall der Zeitmessanlage vom Weg abbringen.

HSG-Tore: Zapf (10), Wiche (6), Pütz (4), Mebus, Kirschsieper, Koch (je 2), Frank (1), Bangert (1/1).

Landesliga: Lüttringhausener TV – HC Wermelskirchen 26:32 (12:12) – Schon wenige Minuten vor dem Abpfiff klatschten sich Akteure und Verantwortliche auf der Gästebank zufrieden ab. Allerdings dürfte auch eine Portion Erleichterung dabei gewesen sein, schließlich erwies sich der LTV bis Mitte der zweiten Halbzeit als äußerst zäher und motivierter Widersacher. Während sich die Gäste vor allem wegen der zahlreichen technischen Fehler einen höheren Vorsprung verbauten, erwies sich bei den Schützlingen von LTV-Trainer Thorsten Fengler vor allem die schwache Chancenauswertung am Ende als ausschlaggebend. Bei einer 18:17-Führung wechselte sich HCW-Spielertrainer Dirk Brzoskowski ein, und plötzlich stand es 21:17 für den HCW. Dann der Knackpunkt: Das Brzoskowski-Team schwächte sich mit zwei Zeitstrafen selbst, doch der LTV wusste kein Kapital daraus zu schlagen. Trotz zweifacher Überzahl gerieten die Hausherren mit 18:23 in Rückstand. Da half dann auch das nochmalige Verkürzen auf 20:23 (46.) nichts, denn in der Folge blieb Lüttringhausen acht Minuten ohne Treffer, und der HCW zog auf 28:20 weg.

LTV-Tore: Eigemann (12/4), Müller (5), Rittich (3), Festag (2), Nicke, Radermacher, Halfmann (je 1), Trost (1/1). HCW-Tore: Greffin (9/4), Mutz, Heykants (je 5), Volkmann (5/1), Buchholz, D. vom Hoff (je 2), Lemke (2/1), Brzoskowski, Friedrich (je 1).

Landesliga: TB Wülfrath II – ATV Hückeswagen 31:28 (14:11) – Der ATV tritt auf der Stelle. "Wir sind einfach nicht konstant genug", ärgerte sich Trainer Dirk Hille nach der Niederlage in Wülfrath. Dieses Mal hätte sich seine Mannschaft zu viele einfache Fehler in der Abwehr erlaubt, wobei vor allem das schlechte Rückzugsverhalten gegen die schnellen Hausherren in der Kritik stand. Hinzu kam, dass Alex Hille und Matthias Wilhelmy, die am vorigen Wochenende noch insgesamt 20 Treffer erzielt hatten, in Wülfrath überhaupt nicht trafen. Dennoch hatten die Schlossstädter, die sich auch von einem 14:22-Rückstand nicht beeindrucken ließen, durchaus die Chancen auf einen Punktgewinn. "Wir haben dann aber die wichtigen Dinger nicht gemacht", trauerte Hille den vergebenen Chancen nach, die seine Mannschaft zweimal auf zwei Tore herangebracht hätten.

ATV-Tore: Bujara (8), Moraczewski, Klose (je 5), Mettler, Felgenhauer, Lindemeyer (je 3). Querchfeld (1).

Quelle: RP

 
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