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Handball: HCW gewinnt das Stadtderby

VON MICHAEL IN'T ZANDT, LARS FASSBENDER UND FRANK LORENZET - zuletzt aktualisiert: 06.02.2012

Handball (RP). Vor nahezu 200 Zuschauern behält der Handball-Bezirksligist im Gipfeltreffen beim TuS Wermelskirchen II mit 31:25 die Oberhand. Die HGR-Reserve siegt knapp. Die Panther sammeln Punkte gegen den Abstieg.

Siegertänzchen: Die Reserve des HCW feiert ausgelassen den Derbysieg und nach der 21:23-Hinspielniederlage den nun besseren direkten Vergleich gegenüber dem Ortsrivalen.  Foto:  Hertgen
Siegertänzchen: Die Reserve des HCW feiert ausgelassen den Derbysieg und nach der 21:23-Hinspielniederlage den nun besseren direkten Vergleich gegenüber dem Ortsrivalen. Foto: Hertgen

TuS Wermelskirchen II – HC Wermelskirchen II 25:31 (13:15) – Das Gipfeltreffen, das nahezu 200 Zuschauer in die Sporthalle am Schwanen lockte, fand mit dem HCW einen am Ende verdienten Sieger. "Wir hatten einen guten Start und lagen nicht einmal zurück", meinte HCW-Trainer Shahrokh Rezaloo, dessen Team nach sechs Minuten bereits mit 7:1 führte und dabei jeden Fehler der Gastgeber gnadenlos nutzte. Und davon leistete sich die nervös wirkende Mannschaft von TuS-Trainer Carsten Kuhlwilm einige. Bis Mitte des ersten Durchgangs blieb es bei den sechs Toren Vorsprung, ehe der TuS sich immer mehr stabilisierte. Beim 12:13 kurz vor dem Seitenwechsel waren die Gastgeber wieder in Schlagweite. "Im zweiten Durchgang war es ein Spiel auf Augenhöhe", erklärte Rezaloo, dessen Team beim 20:20 (42.) erstmals den Ausgleich hinnehmen musste. Sieben Minuten später stand es 23:23, ehe sich der HCW auf 26:23 absetzte (53.). Der TuS verkürzte noch einmal auf 25:27, doch setzten der starke A-Jugendliche Justus Ueberholz und Jens Cornelsen mit ihren Treffern zum 29:25 zwei Minuten vor dem Spielende die Zeichen endgültig auf Sieg. "Wir hatten den größeren Siegeswillen", mutmaßte Rezaloo, warum seine Mannschaft letztlich das bessere Ende für sich hatte, während sein Gegenüber zum einen mit den Entscheidungen der Schiedsrichter haderte (Kuhlwilm: "Gegen neun Gegner kann man nicht gewinnen."). Zum anderen ärgerte er sich darüber, dass seine Mannschaft, bei denen Niklas Sichelschmidt und Yannick Faust schwer angeschlagen in die Partie gingen, keine Unterstützung aus dem Drittliga-Team bekam. Unterstützung aus der ersten Mannschaft hatte auch der HCW nicht, wenngleich mit Marcus Mangold der Trainer des Verbandsliga-Teams einsatzbereit auf der Bank saß.

Info

Kuriose Situation

Nach 14 von 22 Spieltagen stehen gleich vier Mannschaften mit 24:4 Zählern punktgleich an der Spitze. Neben den beiden Wermelskirchener Reserven sind dies noch die zweiten Mannschaften von HG Remscheid und Unitas Haan.

TuS-Tore: Galla (9/6), Sichelschmidt (7), Benscheid, Empersmann (je 3), Faust (2), Weigand. HCW-Tore: Ueberholz (8/1), Cornelsen (6), Schnellhardt (6/2), Jäger, Napiwotzki (je 4), Dorrenbach (2), Hädrich (1).

HSG WMTV/TSG Solingen – HG Remscheid II 29:30 (14:16) – Für die Reserve der HGR war es der von Spielertrainer Boban Koljkovic bereits erwartete "heiße Tanz" in Solingen. Die erste Halbzeit verlief ausgeglichen, wobei sich die Gäste leichte Vorteile erspielten und mit einer knappen Führung in die Pause gingen. Auch nach dem Seitenwechsel schaffte es keine Mannschaft, sich abzusetzen. Die Solinger lösten im Angriff immer wieder auf den zweiten Kreisläufer auf und stellten die Abwehr der Gäste vor große Probleme. "Wir haben es nicht geschafft uns auf die Übergänge einzustellen, und auch im Angriff fehlten uns die nötige Flexibilität und Spielwitz", fasst Koljkovic zusammen. 90 Sekunden vor Schluss erzielte der Coach das 30:29. Die Hausherren kamen wieder in Ballbesitz, setzten alles auf eine Karte und versuchten, den nicht unverdienten Ausgleich zu erzielen. Christian Pake und Tim Festag unterbanden die Angriffsbemühungen rustikal und sahen beide die Rote Karte.

HGR-Tore: Saalmann (10), Festag (4), Koljkovic, Pake (je 4/1), Pütz (3), Heppner (2), Henche, Jungjohann, Hufschmidt (je 1).

 Bergische Panther III – TV Witzhelden 35:23 (19:11) – Einen wichtigen Erfolg im Abstiegskampf gab es für die Panther vor der Rekordkulisse von rund 150 Zuschauern in der Hilgener Max-Siebold-Halle. "In dieser Höhe hätte ich das nicht erwartet. Die Mannschaft hat toll gekämpft und endlich bis zum Ende konsequent durchgespielt", freute sich Panther-Trainer Christian Schmitz. Nur zu Beginn hatten die oft in Unterzahl agierenden Gastgeber Probleme. Vier Zeitstrafen in den ersten elf Minuten hinterließen ihre Spuren. Doch in der Folge setzten sich die Hausherren über 13:9 (22.) bis zur Pause deutlich ab und bauten den Vorsprung danach über 23:15 (40.) auf 27:17 (50.) aus.

Panther-Tore: Lorenz (10/4), L. Fischer (5), Hallmann, Cottin, Jakob (je 4), Schächinger (3), Bösenberg (2), Lagotzski, Glasow, Garweg (je 1).

Quelle: RP


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