Handball: HCW-Niederlage im Spitzenspiel
zuletzt aktualisiert: 23.03.2009Handball-Landesliga: TSV Aufderhöhe – HC Wermelskirchen 28:27 (13:16) – Am Ende ließen sich die nun so gut wie sicher aufgestiegenen Gastgeber von ihren Fans mit der La-Ola-Welle feiern, während sich die Schützlinge von HCW-Spielertrainer Dirk Brzoskowski bei ihrem ebenfalls lautstarken Anhang bedankten – allerdings sichtlich enttäuscht. "Schade, dass es am Ende nicht einmal zu einem Remis gereicht hat. Wir haben leider im zweiten Abschnitt nicht mehr so stark gespielt wie vor der Pause", gab Brzoskowski kurz nach dem Abpfiff zu Protokoll, während er seinen Sohn Lasse über die Niederlage hinwegtröstete.
Das Fazit des HCW-Übungsleiters trifft ins Schwarze: Vor dem Seitenwechsel boten die Gäste eine konzentrierte Leistung und hatten den TSV trotz der häufig löchrigen Deckung dank eines überragenden Daniel Gläser im Tor (parierte allein im ersten Abschnitt 13 Würfe) im Griff. Die Gastgeber zeigten zwar die reifere Spielanlage, doch der HCW verteidigte bis zur 40. Minute routiniert einen Vier-Tore-Vorsprung (20:16).
Obwohl die Gäste im zweiten Abschnitt merklich nachließen und gegen die aggressive TSV-Deckung kaum noch ein Mittel fanden, waren auch andere Kleinigkeiten für die Pleite verantwortlich: Jens Greffin zog sich gleich bei seiner ersten Aktion eine Knöchelverletzung zu und trat nur noch einmal zu einem Strafwurf an. Nach einem klaren Foul an Dirk vom Hoff beim 20:16-Zwischenstand gab es zudem keinen Strafwurf sondern eine Zeitstrafe wegen Meckerns für den HCW-Mittelmann. Der befand hinterher: "Das war der Knackpunkt." Außerdem auffällig: In der Schlussphase wurde den Gästen nach wenigen Ballkontakten unverhältnismäßig schnell Zeitspiel angezeigt (Brzoskowski: "Wir liegen zurück und sollen dann auf Zeit spielen?"), zudem wurden einige fragwürdige Zeitstrafen gegen Wermelskirchen verhängt.
Obwohl der Gast zeitweise nur noch mit drei Mann auf dem Feld stand, stemmte sich das Team bis zum Schluss gegen die Niederlage, die am Ende dann aber doch nicht zu verhindern war. Vor allem Marvin Donner (10 Tore) und der Ex-Niederwermelskirchener Alexander Jentzsch (6) stellten den HCW vor Probleme. Spätestens als Jens Friedrich bei einem 26:28-Rückstand nur den Pfosten traf, war die Partie gelaufen. "Jetzt können wir Aufderhöhe artig zum Aufstieg gratulieren. Drei Punkte Vorsprung lassen die sich nicht mehr nehmen", meinte Brzoskowski.
HCW-Tore: Brzoskowski (8), Lemke (7/7), Müller (5), Volkmann, Friedrich (je 2), Greffin (2/1), Buchholz (1), J. vom Hoff (1/1).
HSG Gruiten/Hochdahl – HSG Radevormwald/Herbeck II 20:21 (8:8) – Zwar setzten seine Schützlinge nichts das um, was vorher als Marschrichtung ausgegeben war, dennoch war HSG-Trainer Stefan Wollny zufrieden. Schließlich hatten die Bergstädter mit dem Sieg beim Tabellenzweiten zwei wichtige Zähler im Kampf um den Klassenverbleib ergattert. Ansonsten sei es eine schwache Partie gewesen, über die am besten der Mantel des Schweigens gehüllt werden sollte, meinte Wollny, dessen Team zweimal mittels einer Auszeit des Trainers wieder auf Kurs gebracht werden musste. In der zweiten Halbzeit lag die HSG 10:13 (38.) zurück, als Wollny den Grünen Karton zückte. "Danach stimmten Einstellung, Kampf und die Laufbereitschaft", so der Coach, dessen Team die Partie drehte und mit 17:14 in Führung ging. Turbulent ging es in den Schlussminuten zu. Die HSG führte 20:18 und hatte nach einer Roten Karte gegen Gruitens Trainer doppelte Überzahl, nutzte dies aber nicht und musste den Ausgleich hinnehmen. 20 Sekunden vor dem Ende gelang Torben Kortmann der entscheidende Treffer.
HSG-Tore: Schmidt (7/5), Bersau, Kortmann (je 3), Hufer, Schönewald, Lanza (je 2), Kreimendahl, Halbach (je 1).
SG Langenfeld II – Burscheider TG II 36:34 (15:15) – BTG-Spielertrainer Sendi Cestnik war nach der Niederlage bedient. Nicht weil er mit dem Auftritt seiner Mannschaft haderte, sondern weil er über die Leistung der Unparteiischen entsetzt war: "Von denen ging eine Arroganz aus, die nicht zu überbieten war." Dass das Spiel nach einer 6:3-Führung ausgeglichener wurde, lag allerdings an den Burscheidern, die zu viele technische Fehler produzierten. So blieb es bis zum 24:23 für den Gast spannend, ehe die SG in dreifacher Überzahl davon zog.
BTG-Tore: Galler (9), Nemitz (8), Cromm (5), Schmid (4), Niemüller (3), Bösenberg, Gerlich (je 2), Körner (1).
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