Handball: Heiter bis wolkig
VON NIKLAS FRIELINGSDORF - zuletzt aktualisiert: 16.02.2008Spitzenreiter TuS Niederwermelskirchen hat den Aufstieg vor Augen und präsentiert mit Kim Neuenhofen morgen am Schwanen einen weiteren Neuzugang. Aber die Gerüchteküche verdirbt so manchem in Tente etwas den Appetit.
Sechs Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten aus Wuppertal. Dazu stetig einkalkulierbare Patzer der Konkurrenten und mit Lukas Schumacher und nun Kim Neuenhofen vom Zweitligisten Bergischer HC zwei qualitativ hochwertige Neuzugänge: Eigentlich sollte beim Klassenprimus TuS Niederwermelskirchen vor dem morgigen Duell (17.30 Uhr, Schwanen) gegen den Neusser HV eitel Sonnenschein herrschen.
Aber ganz so sonnig ist es in Tente derzeit nicht. Nach dem unerwarteten 22:34 in Hiesfeld und der brodelnden Gerüchteküche um Trainerfrage sowie Zu- und Abgängen, ist die Ruhe beim TuS eher relativ. „Ich sage weder etwas zu Gerüchten über meine Zukunft, noch zu der von irgendwelchen Spielern. Meine volle Konzentration gilt dem Neusser HV“, gibt sich TuS-Trainer René Witte entsprechend zugeknöpft. Immerhin soviel verrät der Coach: „Die Jungs haben mir nach dem Debakel von letzter Woche eine Reaktion versprochen. Darauf vertraue ich.“
Nachdem die Hiesfeld-Pleite „ausgiebig analysiert“ wurde, soll gegen Neuss nun wieder eine andere TuS-Mannschaft auf dem Feld stehen: „Der NHV ist nicht zu unterschätzen, und wir müssen auf deren Tempospiel höllisch aufpassen. Aber am wichtigsten ist, dass wir konzentriert unsere Leistung abrufen können“, erklärt der Übungsleiter.
Im Reich der Fabel
Morgen müssen die Gastgeber auf den am Arm verletzten Thomas Grugel verzichten, aber dafür gibt ja Kim Neuenhofen seinen Einstand. Für unverzichtbar hält es TuS-Manager Klaus Fischbach derweil, die Gerüchte, dass Youngster wie Knut Niegetiet oder Alexander Jentzsch aufgrund zahlreicher Neuzugänge in der kommenden Spielzeit keinen Platz mehr im TuS-Kader finden, ins Reich der Fabel zu verweisen: „Knut bringt schon so lange hervorragende Leistungen bei uns. Wir brauchen nur endlich mal eine Alternative zu ihm. Und Alexander ist ein toller Perspektivspieler. Wir wären ja schön blöd, wenn wir ihn wieder abgeben würden.“
Dass derweil Gespräche mit potenziellen Neuzugängen laufen und zum Teil sogar schon abgeschlossen sind, daraus macht Fischbach kein Geheimnis: „Jeder für uns interessante Spieler hat ein Angebot auf dem Tisch, der Rest wird sich zeigen.“ Dass auch hier die Gerüchteküche blüht und mit Shahrokh Rezaloo, Christian „Kiki“ Born, Thomas Küster und Stefan Bauerkamp gleich vier Namen des derzeitigen Regionalliga-Tabellenführers Leichlinger TV ausspuckt, lässt Fischbach ebenso ungerührt: „Wir kommentieren keine Gerüchte, wir vermelden Fakten, wenn’s so weit ist.“
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