Handball: HGR atmet auf
VON HENNING SCHLÜTER - zuletzt aktualisiert: 06.02.2012Handball (RP). In der Handball-Oberliga gewinnen die Remscheider beim MTV Rheinwacht Dinslaken mit 35:31, revanchieren sich damit für die Hinspielniederlage und verschaffen sich so etwas Luft im Kampf um den Klassenerhalt.
Das erste gute Gefühl überkam Mike Novakovic gestern schon in aller Frühe. Um 6.30 Uhr hatte er seinen Spielern eine Kontroll-SMS geschickt, und es dauerte nicht lange, da trudelten die Rückantworten ein. "Das hat mir gezeigt, dass die Jungs die Aufgabe ernst nehmen und nicht bis in die Puppen gefeiert haben", urteilte der Trainer der HG Remscheid. Eine Einschätzung, die sich als richtig erweisen sollte, denn zur ungeliebten Vormittagszeit war das Team beim MTV Rheinwacht Dinslaken hellwach, gewann verdient mit 35:31 (16:16) und hat damit nun wieder drei Punkte Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz.
Auch ohne ihren gesperrten Spielertrainer Marius Timofte erwiesen sich die Gastgeber allerdings als harte Nuss, die erst nach der Pause geknackt wurde. Zuvor gefiel der MTV mit schnellem Spiel und einer stabilen 6:0-Deckung, was in einer ständigen Führung mündete (5:2, 7:5, 9:7). Erst nach und nach stellte sich der Gast besser auf die Spielweise der Dinslakener ein und nahm zur Pause ein Remis mit in die Kabine.
HGR im Pokal weiter
Ohne zu glänzen, aber auch ohne echte Mühe qualifizierte sich die HG Remscheid für die vierte Runde im Kreispokal. Am Freitagabend gewann die Mannschaft auch ohne Stefan Graedtke und Markus Pütz beim Bezirksligisten Haaner TV mit 40:26 (24:10). Im Pokal-Halbfinale (angesetzt für das Karnevalswochenende) gastiert die Mannschaft nun beim Verbandsligisten HC Wermelskirchen.
HGR-Tore: Zapf (8/2), Steinhoff, Niegetiet (je 6), Henkels, Hinkelmann, L. Oberdick (je 5), J. Oberdick (4), Zeller (1).
Im zweiten Abschnitt blieb es zunächst ausgeglichen, ehe sich die HGR auf 23:20 absetzte. Großen Anteil daran hatte Keeper Stefan Graedtke, der in dieser Phase wichtige Bälle parierte und auch zwei Siebenmeter entschärfte. Entscheidend war aber auch das diesmal effektive Überzahlspiel der Gäste, die überhaupt mannschaftlich geschlossen auftraten und den einmal herausgeworfenen Vorsprung am Ende sicher über die Ziellinie brachten.
Ganz zufrieden war Mike Novakovic traditionell nicht. Vor allem in der Deckung, die er zwischenzeitlich auf eine 4+2-Formation umstellen musste, sieht er noch Potenzial nach oben: "31 Gegentore sind einfach zuviel", urteilte der Serbe, der zudem nicht verhehlte, dass Timoftes Sperre "uns in die Karten gespielt hat. So jemanden kann ein Team nicht mal eben ersetzen".
Ein Sonderlob des Trainers erhielt der junge Philipp Hinkelmann für sein engagiertes Auftreten in Angriff und Abwehr. Zudem war Novakovic auch angetan vom Comeback von Thomas Zeller: "Er ist nach seiner Verletzung gleich wieder hingegangen, wo es weh tut. Das hatte ich so noch nicht erwartet."
HGR-Tore: Heimansfeld (8), Zapf (5/1), Hinkelmann, Steinhoff, Niegetiet (je 4), Zeller, J. Oberdick (je 3), Pütz, L. Oberdick (2),
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